Das Dach des 1991 erbauten städtischen Kindergartens, in dem die Krippe untergebracht ist, ist schadhaft und muss, um Folgeschäden zu verhindern, erneuert werden. Der Gemeinderat gab die Arbeiten bei seiner jüngsten Sitzung in Auftrag.

Wassereinbruch im Februar

Wie bereits 1996, als die mangelhafte Qualität der Tonziegel zu Frostschäden führte und das Dach komplett neu eingedeckt werden musste, weist auch dieses Mal die Tonziegeleindeckung Frostschäden auf, was – wie Stadtbaumeister Volker Dengler erklärte – im Februar zu einem „partiellen und temporären“ Wassereinbruch im Krippengebäude geführt habe.

Um Folgeschäden zu verhindern und den Krippenbetrieb nicht zu gefährden, müsse das Dach schnellstmöglich neu eingedeckt werden, wobei passende Sanierungstonziegel zum Einsatz kommen sollen. Weil die Bauarbeiten nicht ohne Beeinträchtigung des Kindergartenbetriebs durchgeführt werden können, müssen diese, wie Dengler betonte, zwingend im August während der Betriebsferien des Kindergartens, erfolgen.

Kosten von 38.000 bis 40.000 Euro

Der Gemeinderat vergab die Arbeiten an die Firma Wolf-Dach aus Pfohren, die mit einem Preis von rund 23 400 Euro die günstigste von zwei Bieterinnen war. Da die gesamte Unterkonstruktion des Daches sowie alle Einlaufbleche wiederverwendet werden sollen, werden laut Dengler für die Nachbesserung von Altteilen aller Voraussicht nach weitere Kosten in Form so genannter Rapportstunden anfallen, so dass sich die geschätzten Gesamtkosten einschließlich der erforderlichen Gerüstbauarbeiten auf einen Betrag zwischen 38.000 und 40.000 Euro belaufen werden.

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Anders als beim ersten Schadensfall 1996, als die Erneuerung der Dacheindeckung im Rahmen einer Vollgarantie vorgenommen werden konnte, bleiben die Kosten dieses Mal bei der Stadt hängen, wie Bürgermeister Micha Bächle erläuterte: Der Hersteller der qualitativ minderwertigen Tonziegel habe zwischenzeitlich Konkurs angemeldet und seinen Betrieb aufgegeben.