Die Stadtbausatzung mag für den einen wie eine Leitlinie wirken, die aufzeigt, was im historischen Stadtkern baulich alles mach- und umsetzbar ist. Stets im Blick behalten werden sollen die denkmaltechnisch schützenswerten Aspekte der Stadt. Das bedeutet nicht, dass die Moderne komplett ausgeklammert wird. Sie soll sich jedoch harmonisch in das bestehende Bild der Zähringerstadt fügen. Das erfordert von Planern und Architekten vielleicht etwas mehr kreativen Aufwand, ist aber durchaus zu lösen.

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Überarbeitung

Manch einer sah die Satzung jedoch wohl eher als ein Korsett, das die Möglichkeiten, in der Innenstadt sein eigener Bauherr zu sein, begrenzte und eventuell auch viele Wünsche nicht zur Umsetzung kommen ließ. Ein bestimmter Punkt soll nun angepasst werden und den Häuslebauern mehr Spielräume ermöglichen: Die Stadtverwaltung schlägt vor, dass eine partielle Überarbeitung der Stadtbildsatzung erfolgen soll. Ziel sei es, den Paragrafen 18 „Dachaufbauten, Dacheinschnitte, Dachfenster, Lüftungshauben, Antennen“ zu überarbeiten. Das mit der Zielsetzung, die Dachgeschosse besser nutzen zu können. Darüber diskutiert der Ausschuss für Bauen, Umwelt und Stadtsanierung in seiner Sitzung am heutigen Donnerstagabend, 4. März, um 19 Uhr in der Bräunlinger Stadthalle.

Vermehrt Anfragen

Die Diskussion reagiere auch auf die zunehmenden Anfragen aus der Innenstadt, die auf Befreiung abzielen. Die Verwaltung wolle die bislang erteilten Befreiungen aufzeigen und weitergehende Vorschläge unterbreiten. Auch sei angedacht, dass Architekten und auch Bewohner Vorschläge äußern können. Im Herbst soll dann eine Beratung im Ausschuss und anschließend im Gemeinderat erfolgen.

Hierbei gehe es der Stadt allerdings nicht um eine komplette Aktualisierung der Stadtbildsatzung, sondern lediglich eine Anpassung. Die Satzung komplett zu überarbeiten, würde sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Zeit, die bei vielen Bauanfragen nicht vorhanden ist.