Mit einer neuen Struktur vor allem in der Leitungsebene, bei der die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden, will der größte Bräunlinger Verein, der TuS Bräunlingen, in die kommenden Jahre gehen. Vorsitzender Manfred Martin und Moderatorin Ines Zandona präsentierten in der Stadthalle den anwesenden Mitgliedern das neue Organisationsprogramm, bei dem an der Spitze mit dem Vorstand Sport, Vorstand Finanzen und dem Vorstand Verwaltung drei gleichberechtigte Ämter stehen. Zum erweiterten Finanzvorstand gehören das Veranstaltungsmanagement, der Kassier und der Marketingverantwortliche. Dem Verwaltungsvorstand arbeiten der Zeremonienmeister, der Schriftführer und die Geschäftsstelle zu.

Für alle zwölf Ämter sind Interessenten vorhanden, die sich bei der Hauptversammlung am 17. September zur Wahl stellen werden. Dringend gesucht wird noch ein Interessent für den Vorstand Sport, in dessen Bereich der Jugendvorstand und die Sport- und Vereinsentwicklung fällt. Dieses Amt sei für die sportlichen Aktivitäten bis hin zu den aktiven Mannschaften sehr wichtig, so Martin und Zandona, die an alle Anwesenden appellierten, mitzuhelfen, einen Interessenten für den Sportvorstand zu finden, wobei sie sich auch eine Teamlösung vorstellen könnten.

Platz für neues Blut, neue Gedanken und Ideen

Nach nun 18 Jahren will Manfred Martin, wie bei der letzten Hauptversammlung angekündigt, nicht mehr für den Ersten Vorsitzenden kandidieren und „neues Blut, neue Gedanken und Ideen mit neuen Leuten „ ermöglichen. „Für mich war nach 18 Jahren die Zeit gekommen, Platz zu machen und nicht an meinem Posten zu kleben, bei einem Verein, der eine absolut gesunde Basis hat“, so Manfred Martin.

Die Zeit habe sich auch wegen der Corona-Pandemie geändert, denn der Computer sei das bevorzugte Kommunikationsmittel, nicht der Kontakt in der Sporthalle: „Die administrative Arbeit war auf wenige Schultern verteilt, was heutzutage überhaupt nicht mehr zeitgemäß ist. Deshalb wurde in Workshops eine neue Struktur diskutiert, die nun den Mitgliedern vorgestellt wird“.

Vorsitzender Manfred Martin und Moderatorin Ines Zandona stellten die neue Vereinsstruktur den Mitgliedern vor.
Vorsitzender Manfred Martin und Moderatorin Ines Zandona stellten die neue Vereinsstruktur den Mitgliedern vor. | Bild: sk

Kurz ging Martin auf den zeitlichen Ablauf der Besprechungen und der Vorbereitungsgruppe ein, in der etliche Vertreter der einzelnen TUS Riegen über die neue Zukunftsstruktur diskutierten. Lösungsvorschläge wurden erarbeitet, mit Unterstützung von Rainer Klipfel vom badischen Turnerbund. Ein kurzer Rückblick galt der Coronazeit 2020/21, als der Vereins- und Sportbetrieb in weiten Teilen ruhte.

Die neue Vereinsleitungsstruktur stellte Moderatorin Ines Zandona auch anhand von Lichtbildern vor. Sie forderte die jungen Leute auf, sich in der Vereinsleitung und den unterstützenden Ämtern zu engagieren, denn man dürfe keine Scheu haben, sich auch schon in jungen Jahren einzubringen, „Wir haben auch einen jungen Bürgermeister“ sagte sie und stellte die jeweiligen Stellen mit ihren Aufgabenbereichen kurz vor.

Vernetzung der Arbeitsbereiche untereinander

Fast alle Stellen im neuen TuS-Vorstand sind besetzt, bis auf den Vorstand Sport, sowie die Bereiche Vereinsentwicklung und Kinderturnkoordinator. „Wer bei drei Vorständen den TuS nach außen repräsentiert, müssen die drei Amtsinhaber nach ihre Wahl selbst entscheiden“ meinte Martin auf Rückfrage. Dass eine gute Vernetzung der Arbeitsbereiche untereinander viele Vorteile bringen wird, betonte Ines Zandona, die sich auch vorstellen könnte, das Amt des Sportvorstandes auszuschreiben. Wichtig sei, dass es ein Interessent sei, der im Vereinssport „gut drin ist“ und die Vereinsstrukturen im Sport und Trainingsbetrieb kenne, so Martin und Zandona.