Döggingen (mi) Annähernd vier Jahrzehnte bot eine Ruhebank im Gewann „Gerenhag“ südlich des Friedenskreuzes Wanderern einen willkommenen Rastplatz. Auf Initiative des 1979 gegründeten Fremdenverkehrsvereins war diese von Adlerwirt Herbert Laule gesponserte Bank eine der 16 damals im Rahmen einer Sponsorenaktion aufgestellten Bänke. In Gras und Gestrüpp eingewachsen und mit morscher Sitzfläche, war sie seit Längerem nicht mehr nutzbar. Dieser Missstand veranlasste Rolf Schütz, dessen Familie in unmittelbarer Nachbarschaft ein Waldgrundstück besitzt, diesen Rastplatz mit einer neuen Bank wieder zu beleben.

Eine morsche Sitzfläche – das will niemand

Zuerst bearbeitete und präparierte er das Umfeld und ebnete den Platz entsprechend ein. Da die Beton-Konsolen der alten Bank noch brauchbar waren, wurden diese aufgehübscht und neu einbetoniert. Gemeinsam mit dem Hausnachbarn Hermann Bareth wurden vier Bretter aus witterungsbeständigem Holz entsprechend bearbeitet und nun am Dienstagabend auf die Konsolen montiert.

Mit Richttanne und dem vorgeschriebenen Corona-Abstand genießen Hermann Bareth und Rolf Schütz die herrliche Aussicht auf ihrer neuen Ruhebank.
Mit Richttanne und dem vorgeschriebenen Corona-Abstand genießen Hermann Bareth und Rolf Schütz die herrliche Aussicht auf ihrer neuen Ruhebank. | Bild: Manfred Minzer

Bei herrlicher Abendsonne genossen nicht nur die beiden Handwerker die herrlich freie Aussicht über das Gauchachtal hinweg bis zu den Alpen – am Dienstag allerdings in Dunst gehüllt –, auch die Eltern Helene und Heinz Schütz ließen sich diese Premiere nicht entgehen und freuten sich gemeinsam mit Schwiegertochter Gabi über den tollen Sitzplatz. Eigens für diesen Moment hatten beide eine kleine „Richttanne“ geschmückt und der „Inbetriebnahme“ den würdigen Rahmen verliehen.

Nur noch selten sieht der städtische Haushalt Geldmittel für neue Ruhebänke vor. Als umso wichtiger gelten solche gemeinnützigen Aktionen zum Nutzen der Natur- und Wanderfreunde, die dankbar für solche willkommenen Rastgelegenheiten sind. „Jetzt sollte der Zugang zur Bank nur noch gepflastert werden, um sie auch für Rollatoren zugänglich zu machen“, scherzte Helene Schütz. Doch über den flach zulaufenden, eingesandeten Zugang zur Bank dürfte sie auch so für jedermann erreichbar sein.

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