Mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen kam die Auflage, beim Einkaufen und im Nahverkehr Mundschutz zu tragen. Viele Ehrenamtliche sitzen schon seit Wochen an den Nähmaschinen, doch jede Maske braucht ihre Zeit. Doch wie kann man den Ausstoß erhöhen, um der enormen Nachfrage gerecht zu werden? Irene Ketterer aus Unterbränd weiß, wie es geht. Sie fertigt zwei Varianten einer „Fünf-Minuten-Maske“.

Anleitung von der Enkelin

Die Anleitung hat ihr die Enkelin geschickt. Ein Test beweist, es sind auf die Sekunde genau fünf Minuten. Jeder Handgriff und jede Naht sitzt. Allerdings muss Irene Ketterer dabei konzentriert bei der Sache bleiben.

Nähen von der Mutter gelernt

Sie nähe schon ihr ganzes Leben, sagt Ketterer. Gelernt habe sie es von der Mutter. Vor drei Wochen hatte sie eine Nachbarin angesprochen und sie steuerte 20 Masken für die Caritas bei. Dann kamen 150 Masken für einen wohltätigen Zweck sowie 35 für das Lädele des Vereins zur Eingliederung von Behinderten in der Donaueschinger Karlstrasse dazu. Anfangs brauchte sie fast eine halbe Stunde pro Maske.

Blechnerei der Tochter liefert Nasenbügel

Doch dann kam ein Anruf ihrer Tochter, deren Mann eine Baublechnerei am Kaiserstuhl hat. Dort hatte man gerade die Produktion auf Nasenbügel für Masken umgestellt. Dankend nahm Irene Ketterer das Angebot an, ihr welche zu schicken. Gleichzeitig kam eine WhatsApp der Enkelin mit der Nähanleitung für Masken in nur fünf Minuten.

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Seither gibt es das Körble vor dem Haus, wo sich Leute gegen einen Obolus bedienen können. Auch eine Tüte voll Garn und Stoffspenden aus dem Ort habe sie schon erhalten. Am besten eigne sich Baumwolle, denn die könne man heiß waschen. Die Anleitung für die Fünf-Minuten-Maske findet man unter https://nasen-buegel.de/i/naehanleitung.