„Wir können bezüglich der in anderen Landesteilen verstärkt festgestellten Holzdiebstählen im Bräunlinger Wald bisher sehr zufrieden sein“, sagt Bräunlingens Förster Reinhard Merz. „Ich habe bisher im Jahr 2022 in meinem Bereich keine Holzdiebstähle festgestellt“

Damit zog der Förster eine gute Bilanz für den Bäunlinger Wald. „Es könnte eventuell daran liegen, dass im Bräunlinger Wald überwiegend Nadelholz wächst. Meist sei Laubholz und vor allem das Buchenholz wahrscheinlich begehrter“.

Im Bräunlinger Forst werden im Jahr rund 20.000 Festmeter Holz eingeschlagen, doch Laubbrennholz ist nur ein geringer Teil davon. Auch Buche ist nur in kleinen Bereichen im Bräunlinger Waldbestand vorhanden.

Auch in den zurückliegenden Jahren wurde im Bräunlinger Wald kein Holz gestohlen, so Merz. Wie man aus anderen Landesteilen höre, würden Holzdiebe dort zum Teil mit Lastkraftwagen in den Wald fahren und ganze Stämme aufladen. Es gebe auch Diebstähle von schon gesägtem und gespalten Holz. Das werde bei Nacht und Nebel abtransportiert.

Mitunter große Mengen Pilze gesammelt

Etliche Pilzsammler aus der Schweiz kommen schon seit Jahrzehnten in den Bräunlinger Wald, um dort zum Teil große Mengen an heimischen Pilzen mitzunehmen – zum Teil auch, um sie daheim zu verkaufen.

Förster Merz bestätigte, das jedes Jahr Pilzesammler aus der Schweiz nach Bräunlingen kommen. Klar ist auch für sie: Es ist nur eine haushaltsübliche Menge als Sammelergebnis erlaubt.

„Wir schauen schon darauf, welche Autos immer wieder im Bräunlinger Wald stehen, und notieren die Kennzeichen, die wir dann an den Zoll melden, damit dort die Sammelmengen überprüft beziehungsweise gezielt kontrolliert werden“, so Merz.