In der Sitzung des Ortschaftsrats Döggingen mobilisierte der steigende Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen im katholischen Kindergarten St. Marien den Elternbeirat, auf den tendenziell weiter ansteigenden Bedarf an Kindergartenplätzen hinzuweisen. Mit der bevorstehenden Erweiterung des Neubaugebiets Hofwiesen und auf Grund des Wachstums der Firma Freilacke ist zu befürchten, dass die bereits heute an ihren Kapazitätsgrenzen angelangte Einrichtung demnächst sprichwörtlich aus allen Nähten platzt.

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Unmut steigt

Aktuell steigt der Unmut der Eltern kontinuierlich an, da ihre Kinder bereits heute für einen freien Platz nach Bräunlingen verwiesen werden, keine Tagesmütterplätze mehr vorhanden sind. Auch die bisherigen Maßnahmen, die auf einen Bauernhofkindergarten oder die Erweiterung in Bräunlingen basieren, seien ausgeschöpft. In der Summe waren das für den Elternbeirat genügend Gründe, um mit Präsenz im Ortschaftsrat auf die prekäre Situation aufmerksam zu machen. Im Bewusstsein, dass der Bedarf nur bis 2024 planbar sei, appellierten die Eltern an eine langfristige Lösung.

Langfristige Lösung

„Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und haben uns deshalb entschlossen, uns für eine langfristige Lösung, welche die meisten von uns eventuell nicht mehr tangiert, einzusetzen“, hob Katharina Mäder die Bedeutung hervor. „Die Kinder sind unsere Zukunft, für die wir alles tun sollten, um ihnen optimale Bedingungen zu bieten“, ergänzte Martina Schorp.

Ansätze vorhanden

Gemäß dem Elternbeirat gebe es genügend Ansätze für längerfristige Lösungen, wie etwa den Bau einer zweiten Etage, einen Neubau, die Umnutzung des Pfarrhauses oder das Errichten von Containern. Zusätzlich erinnerte der Elternbeirat daran, Versäumnisse bezüglich des Angebots an warmen Essen, einem Mitarbeiterraum und den nicht durchgeführten Sanierungen im Innen- und Außenbereich aufzuholen.

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Unterstützung zugesagt

Ortsvorsteher Dieter Fehrenbacher sicherte zu, den Antrag der Eltern mit der Verwaltung und, da es die Gesamtstadt betreffe, auch im Gemeinderat zu kommunizieren. „Wir freuen uns darüber, dass Döggingen als Wohnort so beliebt ist und sichern die volle Unterstützung des Ortschaftsrates zu“, unterstützte Fehrenbacher die Initiative der Eltern.

Kirche und Gemeinderat

Stadt- und Ortschaftsrat Rolf Schütz stimmte zu und empfahl dem Elternbeirat, das Anliegen auch einmal im Gemeinderat vorzutragen. „Letztendlich ist es aber auch wichtig, die Kirche als Träger der Einrichtung mit ins Boot zu holen. Dann bekommt der Antrag ein größeres Gewicht,“ empfahl Schütz die Verrechnungsstelle in Stühlingen mit einzubinden.