Der Rote Kreuz Ortsverein (DRK) Bräunlingen hat schon seit Jahren große Anstrengungen unternommen, mehr ehrenamtliche Helfer für die DRK-Arbeit zu gewinnen. Doch dies sei nicht einfach, wie der Jahresbericht der Vorsitzenden Thomas Reiser zeigte.

Denn „wenn Personalstrukturen weggebrochen sind, dann ist es sehr schwer diese wiederaufzubauen, was wir in den letzten Jahren erleben mussten“, so Reiser. Schon seit längerem wurde angeregt, mit benachbarten DRK-Vereinen verstärkt zusammen zu arbeiten oder gar zu fusionieren, um die Vereinbarkeit besser zu verteilen. Doch mehr als Gespräche und Verhandlungen, bei den auch der Kreuzverband beteiligt war, seien bisher noch nicht herausgekommen.

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Positiv war, so Reiser, dass beide Blutspendentermine in Bräunlingen gut abgewickelt werden konnten. Die beiden DRK-Kreisverbandsvertreter Andreas Callenbach und Volker Sülzle machten der DRK-Vorstandschaft Mut, beim Einbinden neuer Mitglieder – auch in den Vorstand – nicht nachzulassen.

Unterstützung vom Kreis

Beide sagten die mögliche Unterstützung des Kreises zu. Doch: „Wir können vom Kreis keine hauptberuflichen Stellen in den Vereinen schaffen“, sagte Sülzle, der auf die von den Ehrenamtlichen getragene Vereinsarbeit verwies. Auch in anderen Vereinen sei ein Schwund im Ehrenamt bei den mithelfenden Mitgliedern festzustellen. Ein rückläufiger Trend, der sich überall verstärke. Bräunlingen brauche das DRK, nicht nur für die Sozialarbeit, sondern auch innerhalb der Vereinsstruktur.

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Stadtrat Rainer Haug lobte als Vertreter der Stadt die Arbeit des Bräunlinger DRK und regte an, über eine gute Jugendarbeit mehr Ehrenamtliche an den Verein zu binden. Doch auch er erkannte an, dass der Trend, sich ehrenamtlich zu engagieren, in vielen Verein rückläufig sei.

Die DRK-Helfer seien vor Ort unbedingt notwendig, meinte Haug zur aktuellen Situation des DRK Bräunlingen. Haug erinnerte an die DRK-Zeltlager früherer Jahre, in denen damals schon ein guter Grundstein für spätere ehrenamtliche Mitglieder gelegt worden sei.

Kassiererin Brunhilde Cataldo bilanzierte eine gesunde Kasse, die in 2021 mehr Einnahmen als Ausgaben verbuchen konnte. Zur Unterbesetzung der Vorstandsposten meinte sie, dass dem amtierenden Vorstand nicht noch mehr aufgebürdet werden dürfe. Dies könne man auch bei der Blutdienstleitung und der Sozialarbeit sehen.

Acht Aktive

Bei den Wahlen der Delegierten zur Kreisversammlung wurden Thomas Reiser, Willi Lautemann, Brunhilde Cataldo, Jennifer Lautemann und Jaqueline Reiser gewählt. Mit einem Appell an die Mitglieder, sich für eine verstärkte Mitgliederwerbung für den aktuell nur acht Aktive starken Verein einzusetzen, beendete Thomas Reiser die Versammlung. Der DRK Notfalldienst wird momentan vom DRK Hüfingen mitbetreut.