Der Erlös von kunstvoll gefertigten Flaschenöffnern aus vernickeltem Zinkdruckguss wird für die Instandsetzung der sanierungsbedürftigen Fenster im Kelnhof-Museum verwendet. Diese Verkaufsaktion ist wieder eine der kreativen Ideen des Kulturfördervereins (KFV) bei der Unterstützung der Bräunlinger Kulturlandschaft, initiiert vom Vorsitzenden Christof Reiner.

Das könnte Sie auch interessieren

Schnell fand er Unterstützung und Mithilfe durch Sven Azevedo von der Firma Dynacast. Das Motiv auf dem kleinen Kunstwerk ist der Lanzenreiter aus dem Kelnhof-Museum. Geplant ist eine Erneuerung der Fenster im unteren Bereich an der Westseite des Museums. Die Fenster warten schon länger auf eine Sanierung oder sogar eine Komplettauswechslung. „Das Projekt wollen wir nun in Vereinsregie umsetzen, und zwar mit Zweifachverglasung der Fenster“, so Reiner. Die übrigen Fenster, vor allem im unteren Museumsbereich, werden abgeschliffen und neu gestrichen.

12.000 bis 15.000 Euro benötigt

„Vor einigen Jahren wurden die Fenster auf der Giebelseite von der Stadt erneuert und nun folgt der nächste Schritt der Sanierungsarbeiten“, betont er. Die neuen Fenster erfordern einen Finanzbedarf von rund 7000 Euro. Für den Anstrich mit Abschleifen werden nach vorläufigen Berechnungen zwischen 12.000 bis 15.000 Euro benötigt. Diese beiden Beträge übernimmt der KFV komplett. Eigenleistungen durch den Verein sind beim Neuanstrich der Kelnhof-Fenster nicht möglich. Beide Aufträge gehen an Bräunlinger Firmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Für die Verkaufsaktion wurden nach vorheriger Konzeptplanung und Designergestaltung 1000 Flaschenöffner von der Firma Dynacast gefertigt. Die Idee, einen kunstvollen Flaschenöffner herzustellen und damit einen Teil der Fenstersanierung im Kelnhof zu finanzieren, stammt vom Vorsitzenden Christof Reiner. Schon seit 50 Jahren liege bei ihm daheim ein Flaschenöffner, der ihm bei der Olympiade 1972 in München geschenkt wurde, schildert Reiner. So kam er auf den Gedanken, etwas Ähnliches könne man auch in Bräunlingen machen.

Design entstand am Computer

Auch Sven Azevedo, Ausbildungsleiter bei der Bräunlinger Firma Dynacast, unterstützte sofort das Vorhaben. Nach Rücksprache mit der Geschäftsführung begannen die Vorarbeiten für das Flaschenöffnerprojekt. Auf Grundlage eines Fotos des Lanzenreiters wurde das gewünschte Motiv nachkreiert. Nachdem das am Computer gefertigte Design Zustimmung fand, ging es an die Herstellung der Flaschenöffner.

Das Motiv auf dem Flaschenöffner zeigt den Lanzenreiter aus dem Kelnhofmuseum.
Das Motiv auf dem Flaschenöffner zeigt den Lanzenreiter aus dem Kelnhofmuseum. | Bild: Dagobert Maier

Das glänzende Objekt wurde aus vernickeltem Zinkdruckguss hergestellt. Da Zink an der Luft oxidiert und ziemlich dunkel wird, wurde der Öffner mit einer Nickelbeschichtung widerstandsfähiger gemacht. Vor allem die glänzende Außenschicht trägt mit zu einer ansprechenden und aussagekräftigen Wirkung des Flaschenöffners bei. Der Verein übernimmt einen Anteil der Kosten. Die Druckgussform für den Flaschenöffner wurde größtenteils von zwei Auszubildenden im vierten Lehrjahr in der Lehrwerkstatt gefertigt.

Hier gibt es die Öffner zu kaufen

Die außergewöhnlichen Flaschenöffner können bei den Verkaufsstellen Löwen Getränkemarkt, Fäsmerei Gehringer an der Kirchstraße, Zähringerstube Café Gehringer, bei Haarmoden Fehrenbach an der Blaumeerstraße, im Verkehrsamt beim Stadttor sowie direkt im Kelnhof-Museum für zwei Euro erworben werden. Auch beim KFV-Vorstand und den Beiräten des Kulturfördervereins sind sie erhältlich.