In diesem Jahr gibt es bei der Unterbränder Köhlerzunft statt der sonst üblichen Fasnachts-Umzüge und des Kostümwettbewerbs einen Fasnachtspuppen-Wettbewerb. Der Erstplatzierte bekomme sogar einen Essensgutschein für zwei Personen im eigenen Ort, und zwar im Hotel Sternen-Post, verspricht die Zunft. So möchte die Köhlerzunft Kreativität in Zeiten der Corona-Pandemie beweisen. Alle Personen im Ort können sich anschließen, eine Puppe basteln und diese dann draußen ausstellen.

Die Zunft habe in den vergangenen Wochen Informationsblätter verteilt, in denen wertvolle Tipps zur Herstellung solcher Puppen stehen, ist zu erfahren. In Unterbränder Dialekt versteht sich. Die Köhler hoffen, dass möglichst viele Personen mitmachen und Spaß an der Aktion haben.

Die Zunft gibt eine klare Anleitung

Übersetzen kann man den Text des Informationsschreibens folgendermaßen: Man solle sich etwas überlegen, schön basteln, bauen und viele Nägel reinhauen, mit Stoff ein Hääs weben, Stroh reinstopfen, Schuhe anziehen, Haare dranhängen, Maske und Hut aufsetzen und die Fasnachtspuppe an die Straße setzen. Am Fasnachts-Dienstag könne man dann seine Stimme für die schönste Fasnachtspuppe abgeben. Die Teilnehmer können die Stimmzettel dazu einfach in den Briefkasten der Brändbachhalle werfen.

Der Gewinner werde von einem Wahlkomitee ermittelt. Die erste Puppe könne derzeit in der Mühlenstraße bewundert werden. Der ausrangierte Weihnachtsbaum hat neben dieser Puppe einen zweiten Verwendungszweck bekommen. Praktisch, da die Köhlerzunft die Bäume in den vergangenen Jahren sonst für das Hexenfeuer sammelte, was dieses Jahr allerdings nicht möglich war. Schuld daran war auch hier die Pandemie. Wie andere Zünften auch, versuche die Unterbränder Köhlerzunft das Beste sogar aus dieser Situation zu machen.