Die Freiburger Straße ist mittlerweile komplett an das Kanalsystem angeschlossen, die Klärgruben und der rollende Kanal sind Vergangenheit. Das große Projekt geht nun in die zweite Runde, jetzt stehen im Tunnelweg noch weitere Arbeiten an. Die hat der Gemeinderat nun auf den Weg gebracht und den Bebauungsplan abgesegnet, der bei Veröffentlichung dann auch rechtswirksam wird.

Wann geht es los?

Dass Interesse an dem Projekt herrscht, zeigten auch einige Anwohner des Tunnelweges, die in die Sitzung gekommen waren. Sie erkundigten sich etwa bei der Stadtverwaltung über den genauen Zeitplan der Arbeiten: „Wir haben eine Förderung beim Land beantragt. Wir warten, bis das entschieden ist“, erklärte Bürgermeister Micha Bächle. Man rechne mit Mai und Ziel sei es, noch 2021 mit den Arbeiten zu beginnen: „Die Umsetzung soll 21/22 erfolgen.“ Man werde in dieser Hinsicht noch das Gespräch mit den Anwohnern suchen.

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Döggingens Ortsvorsteher Dieter Fehrenbacher lobte die Planungen: „Es wurde dafür sehr wenig Zeit gebraucht, weil man zügig dran war. In den meisten Bebauungsplänen wird mehr gefordert. Es ist eine dringende Maßnahme. Gut, dass wir weiterkommen.“

Worauf geachtet werden soll

Wie Planer Ulrich Ruppel erklärte, habe sich nach Beteiligung von Behörden und Öffentlichkeit keine Änderungen zur Fassung ergeben, der Rücklauf sei erfreulich. Vom Landratsamt habe es den Wunsch gegeben, auch insektenfreundliche Gärten zu achten und wasseraufnahmefähige Flächen zu schaffen. Zudem auch die Entwässerung über metallische Dächer: „Wenn so entwässert werden kann, muss eine Erlaubnis beantragt werden. Es können sich dabei Metall-Ionen lösen, in den Boden gelangen und dort für eine Schwermetall-Belastung sorgen. Das will man ausschließen“, so Ruppel.

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Diskussion um Grundstücke

Privat habe es eine Stellungnahme um drei Grundstücke gegeben, die privat bleiben sollen. „Das wurde diskutiert, es bleibt aber bei einer Ausweisung als öffentliche Grünfläche.“

CDU-Stadtrat Rolf Schütz erkundigte sich, ob mit dem neuen Bebauungsplan bereits vorhandene Bereiche Bestandschutz haben. „Ja, es bedeutet keine nachträgliche Anpassung. Das gilt nur für neue Planungen“, so Ruppel.

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Mit einer Enthaltung und einer Nein-Stimme sieht die SPD-Fraktion den Bebauungsplan kritisch: „Ich habe es schön öfter gesagt: Ein neuer Bebauungsplan kostet nur Geld. Ich werde mit ‚Nein‘ stimmen“, sagte Peter Ebnet. Clemens Fahl sah die Situation um die drei Grundstücke „vertrackt“, es liege auch der Brief eines Bürgers dazu vor. „Ich sehe das nicht vertrackt. Wir standen vielfach im Austausch. Der Wunsch, Flächen zu haben ist da und wurde oft im Gremium diskutiert. Es ist offen, wie sie genutzt werden, aber wir verkaufen sie nicht“, erläuterte Bürgermeister Bächle.