Die Köhlerzunft hat zum Fasnet-Auftakt ein tolles Programm auf die Bühne gebracht. Da das Gemeindehaus abgerissen ist, wurde der Bunte Abend ins Hotel Sternen-Post verlegt. Dass trotz der Umstände und der verhältnismäßig kleinen Bühne ein gelungener Abend zustande kam, zeigt, dass wo ein Wille ist, auch ein Weg ist.

Im Gastraum wurde eine kleine Bühne aufgestellt. Narrenvater Wolfgang Weber konnte besondere Ehrungen aussprechen. Für 25 Jahre wurde Nicole Mantel mit dem Köhler-Doppelorden geehrt. 15 Jahre mit von der Partie sind Judith Heirich und Magarete Hurtig. Eine außergewöhnliche Ehrung in Form einer kleinen Köhlerfrau im Outfit der Narrenmutter erhielt Bianca Fischer, die dieses Amt über Jahre inne hatte und auch prägte.

Danach startete ein unterhaltsamer Abend, traditionell eröffnet vom Köhlertanz. Als Ansager führten Koch Sven Azevedo und Küchengehilfe Wolfgang Weber durchs Programm. Mit witzigen Sprüchen und Anekdoten überbrückten sie die diversen Umbaupausen.

Tanz der jungen Frauen auf der kleinen Bühne im Sternen. Bilder: Christina Rademacher
Tanz der jungen Frauen auf der kleinen Bühne im Sternen. Bilder: Christina Rademacher

Die Köhlermänner erfreuten das Publikum mit ihrem Pflaumenlied. Die Köhlerjugend musste ihren Tanz gleich noch einmal zeigen. Die Männer richteten eine etwas phlegmatische Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge ein, bei der nicht jeder sofort einen Termin bekommt. Hilfe für Opfer rabiater Ehefrauen gibt es nicht.

Sven Azevedo und Oliver Wider sind in der Flüchtlingsaufnahme überlastet.
Sven Azevedo und Oliver Wider sind in der Flüchtlingsaufnahme überlastet.

Ein Bräunlinger auf Abwegen wird in Unterbränd nicht ohne Weiteres aufgenommen, wie sich zeigte, selbst wenn er vom Buck kommt. Fetzig heizte die Wälderbänd die Stimmung ein, bevor das reichhaltige Programm weiter lief. Die Köhlerjugend erheiterte die Gäste mit ihrem Schauspiel "Was wäre, wenn ich nicht auf der Bühne ständ". Die Köhlerfrauen zeigten nochmals zwei tolle Tänze.

Wilfried Hepting als Buckfürst auf Abwegen.
Wilfried Hepting als Buckfürst auf Abwegen.

Das heimatlos gewordene Gespenst vom Schulhaus, Heike Azevedo, überlegte, wo es jetzt einziehen kann, bis das neue Gebäude steht. Dabei geriet es auf allerhand Abwege. Beim großen Finale durften nochmals alle Akteure auf die Bühne und wurde mit lang anhaltenden Applaus geehrt.

Sorgen seit über 20 Jahren für Stimmung in Unterbränd: die Wälderband.
Sorgen seit über 20 Jahren für Stimmung in Unterbränd: die Wälderband.