Längst vorbei sind die Zeiten, als Feuerwehrmann noch der Traum vieler Jugendlicher war und mancher den Beitritt zur Wehr der Feuerwehrabgabe vorzog. Heute ist es zusehends schwieriger, die Lücken in den Reihen der Wehrmänner – und teilweise auch Wehrfrauen – zu schließen. Auch bei der Dögginger Feuerwehr stand es einige Jahre nicht zum Besten um den Feuerwehrnachwuchs.

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Umso erfreuter zeigten sich Kommandant Andreas Peter und sein Stellvertreter Dominik Schürmann über gleich sechs neue Wehrmänner, die vor wenigen Tagen den über sechs Wochenenden dauernden ersten Lehrgang zum Truppmann erfolgreich abgeschlossen haben.

Direkte Ansprache bringt‘s

Einigen Informationsabenden und allgemeinen Aufrufen in der Vergangenheit war nur vereinzelter Erfolg beschieden. „Erst als wir mit der direkten Ansprache in Frage kommender Jugendlicher um Nachwuchs warben, kam Bewegung in die Sache“, sagte Vizekommandant Schürmann.

Sie verstärken künftig die Ortsteilwehr in Döggingen: Mark Schütz (von links), Moritz Baum, Laurin Hirt, Timo Merk, Vizekommandant Dominik Schürmann und Kommandant Andreas Peter und Elias Laule – es fehlt Leon Schütz.
Sie verstärken künftig die Ortsteilwehr in Döggingen: Mark Schütz (von links), Moritz Baum, Laurin Hirt, Timo Merk, Vizekommandant Dominik Schürmann und Kommandant Andreas Peter und Elias Laule – es fehlt Leon Schütz. | Bild: Manfred Minzer

Als in ihrem Freundeskreis die Suche zum Diskussionsthema wurde, reifte bei Mark Schütz, Moritz Baum, Laurin Hirt, Timo Merk, Elias Laule und Leon Schütz der Entschluss, gemeinsam der Feuerwehr beizutreten. Das Interesse an der umfangreichen Technik, aber auch das Verantwortungsgefühl für eine funktionierende Dorfgemeinschaft waren letztendlich zwei wichtige Entscheidungskriterien. „Außerdem macht es in der Gruppe mehr Spaß“, finden die Neuen.

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Mit dem Eintritt in die Feuerwehr verbunden sind erst einmal die zwei Einführungslehrgänge zum Truppmann und intensive Proben zum bronzenen Leistungsabzeichen, der eigentliche Schlüssel zur Vollmitgliedschaft. Diese Lehrgänge beinhalten nicht nur die Beherrschung der umfangreichen Gerätschaften bei der Brandbekämpfung und der Menschenrettung, eingegangen wird hier auch auf die Bewältigung psychischen Stresses beim Einsatz bei Unfällen und technischen Hilfeleistungen.

Landjugend ist handwerklich geschickt

„Von Nutzen sind natürlich handwerkliche Fähigkeiten, über die auf dem Land aufgewachsene Jugendliche überwiegend verfügen“, sagte Kommandant Andreas Peter, „doch in Proben und Lehrgängen sind diese Fähigkeiten allen Interessenten vermittelbar.“

Wieder komplett belegt ist die Spindreihe im Gerätehaus der Dögginger Wehr nach dem Eintritt von sechs neuen Wehmännern.
Wieder komplett belegt ist die Spindreihe im Gerätehaus der Dögginger Wehr nach dem Eintritt von sechs neuen Wehmännern. | Bild: Manfred Minzer

Inzwischen sind natürlich alle mit der persönlichen Schutzausrüstung ausgestattet und haben ihren Spind im Feuerwehrdepot. Sofern sie das 18. Lebensjahr vollendet haben, wird demnächst der Funkmelder zu ihrem täglichen Begleiter werden.

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Jetzt gilt es, in regelmäßigen Proben die Kenntnisse zu vertiefen und vor allem die Handgriffe am Löschfahrzeug zu verinnerlichen. Vizekommandant Dominik Schürmann freut sich auf die Aufgabe, die sechs Neulinge in seiner Übungsgruppe zu betreuen und weiterbilden zu dürfen.

Die Abteilung

Die Dögginger Feuerwehr hat ohne die Altersmannschaft 45 Aktive. Aufgeteilt in vier Gruppen findet abwechselnd jeden Montag eine Gruppenprobe statt. Die Abteilung der Bräunlinger Wehr verfügt über ein modernes Tanklöschfahrzeug und hat seit 2000 ihr Domizil im ehemaligen Farrenstall. Kommandant ist Andreas Peter, sein Stellvertreter ist Dominik Schürmann. Gemeinsam mit der Musikkapelle wurde 2015 das 150-jährige Bestehen gefeiert.

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