Gleich bei ihrer ersten Kandidatur hat Simone Burgert den Sprung an den Ratstisch geschafft. „Eigentlich habe ich nicht nur beim katholischen Pfarrgemeinderat nebenberuflich genug zu tun. Der einzige Grund war für mich: Es hat sich keine andere Frau gemeldet“, blickt sie zurück. Damit die CDU aber nicht mit einer Liste antreten musste, auf der keine einzige Frau steht, kandidierte Burgert eben doch: „Ich finde es ganz schlecht, wenn die Frauen mit ihren Themen nicht vertreten sind.“ Frauen würden anders diskutieren und thematisieren.

Kinder und Jugend nicht die alleinigen Themen

Sie ist Mitglied im katholischen Gemeindeteam und Pfarrgemeinderat. „Ein Teil meiner Themen sind als Frau und Mutter natürlich die Kinder- und Jugendarbeit“, erklärt Burgert. Doch sie wolle als Stadträtin für alle Altersgruppen da sein. Jeder könne sie ansprechen, sie werde dann versuchen, das im Gemeinderat einzubringen.

Seit 2003 in Bräunlingen

Simone Burgert hat Sozialpädagogik studiert, hat sich beruflich immer wieder weitergebildet und ist aktuell in der Suchthilfe in der Schweiz tätig. Vorher war sie zehn Jahre in der Suchtberatungsstelle in Villingen. Die neue Stadträtin ist 42 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Söhne und ist in Sunthausen geboren. Sie lebt seit 2003 in Bräunlingen. Sie ist in in Vereinen aufgewachsen, war im Turnverein, hat im Musikverein in Sunthausen Klarinette gespielt und hat immer noch enge Verbindungen nach Sunthausen.

„Wo engagiere ich mich?“

„Für mich ist nicht die Frage, ob ich mich engagiere, sondern: wo?“, so die CDU-Stadträtin. Durch ihr Elternhaus sei sie so geprägt worden und deshalb engagiert sie sich auch in Bräunlinger Vereinen: im Tennisclub, der katholischen Frauengemeinschaft, dem Lammgesellschaft und dem Kirchenbauförderverein. Wichtig ist ihr auch die Tätigkeit als Sprecherin des katholischen Gemeindeteams in der Gemeinde Bräunlingen.

Wenn sie mit ihrem Hund laufen gehe, im Lammchor singe oder Tennis spiele, dann könne sie abschalten, was für sie und ihren fordernden Beruf wichtig sei. „Ich freue mich sehr auf die Arbeit im Gemeinderat. Es kanne es nicht haben, wenn man nur kritisiert – und das war es dann.“