Rund 1,8 Millionen Euro investierte die Stadt Bräunlingen in den letzten zwei Jahren in die Breitbandversorgung von Unterbränd und Waldhausen. Damit sind nach Bruggen und Mistelbrunn zwei weitere Stadtteile versorgt. Nun soll auch die Kernstadt vom schnellen Glasfasernetz profitieren. In einer ersten Infoveranstaltung hatten Bürgermeister Micha Bächle und Jochen Cabanis, Geschäftsführer des Zweckverbands Breitbandversorgung die Bewohner des Bereichs Röslebuck am Galgenberg eingeladen.

Doch die etwa 20 Interessierten wurden zunächst auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. „Wir sind nicht in der Lage, Sie sofort zu versorgen“, so Cabanis. Denn noch fehlt der notwendige Technikstandort. Voraussetzung ist eine Verbindung über mehrere Kilometer zum Knotenpunkt am ehemaligen „Pennymarkt“ Diese Investition muss aber noch per Gemeinderatsbeschluss freigegeben werden. Hierüber habe man grundsätzlich schon gesprochen.

Ein ungewöhnliches Bild : Interessierte Bürger an den Ratstischen bei der Infoveranstaltung Breitband Röslebuck
Ein ungewöhnliches Bild : Interessierte Bürger an den Ratstischen bei der Infoveranstaltung Breitband Röslebuck

Weil der Standort einige Besonderheiten aufweist, wird die Bevölkerung jetzt schon mit ins Boot genommen. Bei der Erschließung wurden bereits Leerrohre in die Straße gelegt, aber bewusst auf die Deckschicht verzichtet. Diese muss nun zeitnah aufgebracht werden, damit der Unterbau nicht leidet. Vorher müssen aber noch die Kabel verlegt werden, in die später die Glasfasern eingeblasen werden.

Um die Hausanschlüsse und Grundstücksablagen zu legen, muss die Straße an den betreffenden Stellen noch einmal aufgerissen werden. Die Stadt rät, auf jeden Fall eine Ablage machen zu lassen, denn wenn die Straße fertiggestellt ist, dann zahlt der Grundstücksbesitzer. Insgesamt sind es 39 Haushalte, die jetzt die Unterlagen bekommen haben.

Cabanis hofft, den Technikstandort in den kommenden zwei Jahren setzen zu können. „Wenn viele Verträge bekommen, kann man das eventuell beschleunigen“, sagt er. Er bat darum, die Unterlagen bis zum 11. Oktober abzugeben. Im ersten Halbjahr 2020 sollen dann die Ablagen und Leerrohre für die Hausanschlüsse gelegt werden, das Aufbringen der Deckschicht in den betroffenen Straßen soll im Juli/August 2020 erfolgen.

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