Früher sei der große Raum im Eingangsbereich des Gemeindehauses nicht so häufig benutzt worden. Vereine waren ab und an mal drin, für Jugendliche wurden Parties organisiert. Seit rund zwei Jahren ist dort der Dögginger Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hier beheimatet. Zu ihm gehören auch die Hüfinger Ortschaften Hausen vor Wald und Behla.

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Depot so gut wie fertig

„Das alte Gebäude in der Johannes-Schmid-Straße wurde verkauft und wir konnten hier hinein“, erklärt Christian Stark, Vorsitzender des Vereins. Ein großer Raum, nicht verwinkelt. Gut geeignet für das DRK. Eine Raumlänge wird von einer großen Schrankwand eingenommen, in welcher der Verein sein Arbeitsmaterial untergebracht hat. Der Raum verfügt über neue Fenster und seit einiger Zeit über eine moderne Küche als aktuellste Errungenschaft. Das neue Depot ist damit so gut wie fertig.

Schritt für Schritt wird es moderner: Mittlerweile haben die Rot-Kreuzler in ihren neuen Räumen auch eine passende Küche. Der Bereich soll im Katastrophenfall auch eine Anlaufstelle neben der Festhalle sein.
Schritt für Schritt wird es moderner: Mittlerweile haben die Rot-Kreuzler in ihren neuen Räumen auch eine passende Küche. Der Bereich soll im Katastrophenfall auch eine Anlaufstelle neben der Festhalle sein. | Bild: Simon, Guy

„Neben der Festhalle wollen wir hier auch einen Ort schaffen, der im Katastrophenfall als Ausweichmöglichkeit dienen könnte“, so Stark. Für eine entsprechende Verpflegung ist auch eine Küche wichtig. Und sei es nur, um Tee oder Suppe kochen zu können.

Tag der offenen Tür

Der Raum soll nun auch der Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür präsentiert werden. Ein genaues Datum steht noch nicht fest, wohl aber einige Punkte des Programmes: „Ein Arzt der Helios-Klinik wird in einem kleinen Vortrag einen gesundheitlichen Aspekt thematisieren, die Rettungshundestaffel Donaueschingen wird ihre Arbeit vorstellen und vielleicht bekommen wir die Feuerwehr ja auch noch mit ins Boot“, sagt der Vorsitzende. Außerdem gehe es auch darum zu zeigen: Wir sind ein aktiver Verein mit sympathischen Menschen und bringen uns in die Dorfgemeinschaft ein. Entsprechend können die Vereine auch auf Anfrage den Raum weiterhin nutzen: „Die Landfrauen haben hier immer gebastelt, was sie natürlich auch weiterhin tun werden“, erklärt Stark.

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Wunsch ist ein Jugendrotkreuzgruppe

Der Vorsitzende selbst ist bereits seit etlichen Jahren beim Roten Kreuz aktiv. Im Alter von sieben oder acht Jahren tritt er ins Jugendrotkreuz in Döggingen ein. „Damals eine der größten Gruppen im Kreisverband Donaueschingen.“ Mittlerweile gebe es jedoch leider kein entsprechendes Angebot mehr in Döggingen. Ein Umstand, den der Ortsverein ändern möchte: „Es ist unser größter Wunsch, so etwas wieder ins Leben zu rufen“, sagt Stark. Es gebe sogar schon Überlegungen in diese Richtung. Ebenfalls sei man auf der Suche nach einem Helfer vor Ort, der bei einer Alarmierung in Döggingen schnell am Ort des Geschehens sein kann. „Der hat dann das notwendige Equipment bereits zu Hause. Und manchmal können Minuten entscheidend sein“, erklärt Jürgen Hildebrandt, der Bereitschaftsleiter des Ortsvereins.

Das Rote Kreuz ist mittlerweile direkt neben der Feuerwehr im Dögginger Gemeindehaus untergebracht.
Das Rote Kreuz ist mittlerweile direkt neben der Feuerwehr im Dögginger Gemeindehaus untergebracht. | Bild: Simon, Guy

Die Nachwuchssuche beschäftigt natürlich. Dazu soll etwa auch der Tag der offenen Tür dienen. Zwar sind die Ämter im Verein alle besetzt, dennoch würde man sich auch über weitere Mitglieder freuen. Eine Aufgabe, mit der sich auch der DRK-Landesverband mit Sitz in Freiburg beschäftigt.

Unterwegs in Döggingen

Eigens dazu war Andreas Häringer bereits in Bräunlingen unterwegs, ab Mittwoch, 15. Mai, wird er mit zwei Kollegen auch in Döggingen von Tür zu Tür gehen. Dabei gehe es um Informationen über das DRK: „Wenn wir so die Personaldecke hochschrauben können, wäre das nicht schlecht. Aber es geht dabei auch um die Finanzen“, erklärt Häringer.

Man lege allerdings größten Wert darauf, keinesfalls penetrant aufzutreten. Das komme schließlich dem Ortsverein zu Gute, eventuell einem neuen Jugendrotkreuz, oder das ein Defibrillator in Döggingen zur Verfügung steht. „Unser Ziel ist es, als Institution im Notfall einsatzbereit zu sein“, so Stark.