Jetzt ist Micha Bächle ganz offiziell in Amt und Würden. Am Sonntagnachmittag wurde dem 32-Jährige beim Neujahrsempfang in der Bräunlinger Stadthalle die Amtskette des Bürgermeisters übergeben. Über 600 Besucher waren zu diesem Anlass in die Halle gekommen. Darunter auch zahlreiche Vertreter von Politik sowie Unternehmen und Vereinen der Stadt.

Micha Bächle nutzte die Gelegenheit, um sich zur aktuellen Situation in der Zähringerstadt zu äußern. Außerdem gab er einen Ausblick, welche Projekte mit ihm als Stadtoberhaupt nun angegangen werden sollen: "Wir werden die Brändbachhalle fertigstellen und einweihen, wir werden die katholische Kirche beim Bau einer Kinderkrippe mit einem großen Zuschuss unterstützen, ebenso den FC Bräunlingen beim Umbau des Otto-Würth-Stadions oder die Narrenzunft bei der Sanierung des Zunfthauses", so Bächle. Außerdem werde die Abwasserbeseitigung in Döggingen angegangen, wichtige Schritte für das Gewerbegebiet Gießnau und das neue Wohngebiet Bregenberg sollen unternommen werden.

Bächle betonte den im Dezember beschlossenen Haushalt als Richtschnur für das kommunalpolitische Handeln in diesem Jahr. "Dass wir ohne Schulden im Kernhaushalt der Stadt auskommen wollen, ist ein wichtiges und richtiges Signal. Dennoch sollte es nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit dem Beschluss des Haushaltes 2018 bereits Verpflichtungen von mehreren hundert tausend Euro für die Jahre 2019 und 2020 eingegangen worden sind", sagte der neue Bürgermeister. Damit sei der Spielraum für die Folgejahre bereits eingeschränkt.

Micha und Meike Bächle empfangen die Besucher in der Stadthalle persönlich mit Handschlag am Eingang.
Micha und Meike Bächle empfangen die Besucher in der Stadthalle persönlich mit Handschlag am Eingang.

Besonders freute sich Bächle über die Gewerbesteuer als "wesentliche Einnahmequelle für die Stadt". Mit über sieben Millionen Euro sei dabei 2017 ein Rekordwert erzielt worden.

Micha Bächle gibt als neuer Bürgermeister einen Ausblick auf die anstehenden Projekte der Stadt.
Micha Bächle gibt als neuer Bürgermeister einen Ausblick auf die anstehenden Projekte der Stadt.
  • Sven Hinterseh: Der Landrat des Schwarzwald-Baar-Kreises warb in seiner Rede für die Elektrifizierung der Höllentalbahn: "Auch als kommunale Vertreter müssen wir unseren Beitrag leisten. Es ist wichtig für den Kreis, dass die Gemeinden solidarisch zueinander stehen, auch wenn manche weiter weg sind."
  • Thorsten Frei: Der Bundestagsabgeordnete betonte, dass Micha Bächle für sein neues Aufgabenfeld "keine Nachhilfe" mehr brauche: "Die gute und dynamische Entwicklung Bräunlingens wird, wie auch in der Vergangenheit, weitergehen." Bächle habe deutlich gemacht, dass er sich an der richtigen Stelle befinde und ein exzellenter Bürgermeister sei.
  • Martina Braun: "Sie kennen die Themen, die im ländlichen Raum von Bedeutung sind. Ich bin zuversichtlich, dass sie Bräunlingen voranbringen werden", sagte die Landtagsabgeordnete. Generell herrsche in der Region eine gute Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg: "Es geht darum, das Land voranzubringen", so Braun. Mit der Stadt Bräunlingen erhalte Bächle ein "gut bestelltes Feld", das es zu pflegen gelte.