Knapp 300 Besucher sind am Sonntagvormittag in die Gauchachhalle nach Döggingen gekommen, um beim offiziellen Neujahrsempfang der Stadt Bräunlingen mit dabei zu sein, und vor allem: Um zu hören, was das Stadtoberhaupt Micha Bächle zu sagen hat, wie er in die Zukunft blickt. In seiner Funktion als Bürgermeister war es für ihn das zweite Mal den entsprechenden Empfang zu leiten.

Bürgermeister Micha Bächle gibt einen Ausblick auf anstehende Projekte.
Bürgermeister Micha Bächle gibt einen Ausblick auf anstehende Projekte. | Bild: Roland Sigwart

Baugebiete werden fordern

Wie schon bei den Haushaltsberatungen der Stadträte sind auch beim Empfang in der Gauchachhalle die neuen Bräunlinger Wohngebiete das beherrschende Thema. Kein Wunder, stellen sie immerhin in den geplanten Investitionen 2019 der Stadt einen Brocken von 2,6 Millionen Euro an Krediten. "Klar ist, dass uns diese Baugebiete personell und finanziell stark fordern", sagt Bürgermeister Micha Bächle. Er ergänzt: "Anders als bisher werden diese Kosten nicht über eine externe Finanzierung abgewickelt, sondern sind im Haushalt der Stadt verankert, was auch die hohe Kreditaufnahme erklärt." Dadurch bedingt sich auch eine Relativierung der hohen Ausgaben: "Die Investitionen in die Baugebiete sind aber auch welche in die Zukunft, die vielerlei Rückflüsse für die Stadt ermöglichen. Im Jahr 2019 stehen der Erhalt unserer Infrastruktur, aber auch die Schaffung von neuen Bauplätzen im Mittelpunkt", so Bächle weiter.

Die Neujahrs-Brezel wird angeschnitten: Horst Kritzer (von links), Norbert Knöpfle, Winfried Klötzer, Dieter Fehrenbacher, Micha Bächle, Thorsten Frei, Martina Braun und Karl Rombach.
Die Neujahrs-Brezel wird angeschnitten: Horst Kritzer (von links), Norbert Knöpfle, Winfried Klötzer, Dieter Fehrenbacher, Micha Bächle, Thorsten Frei, Martina Braun und Karl Rombach. | Bild: Roland Sigwart
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2020 soll der Hausbau beginnen

Aus diesem Grund habe man auch mit Hochdruck das Baugebiet Bregenberg vorangetrieben. Dort wolle man in diesem Jahr mit der Erschließung beginnen, sodass ab 2020 mit dem Hausbau begonnen werden könne. "Ich möchte in den nächsten Monaten aber auch schon in die Vermarktung einsteigen, damit Bauwillige die Zeit für ihre eigene Planung nutzen können", sagt der Bürgermeister. Auch in Waldhausen gehe es voran. Der Gemeinderat werde im Februar über die Ausschreibung des dortigen Baugebiets entscheiden.

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Nahverkehr wird sich verbessern

Zum Jahresende stehe eine deutliche Verbesserung des Nahverkehrs an: "Mit der Elektrifizierung der Höllentalbahn wird Döggingen und damit Bräunlingen direkt an der S-Bahn nach Freiburg liegen. Gleichzeitig wird es auch neue Busverbindungen in der gesamten Stadt geben. Wir bekommen endlich wieder eine direkte Busanbindung von Döggingen nach Bräunlingen", so Bächle. Einziger Wermutstropfen sei es, dass die Stadt in Döggingen und Mistelbrunn zwei Buswendeplatten mit Kosten in Höhe von 750 000 Euro bauen müsse: "Von den Kosten können wir, Stand heute, nicht einmal mit 50 000 Euro Zuschuss vom Land rechnen." Man hoffe auf Nachbesserung und brauche Unterstützung, die die Landtagsabgeordneten Martina Braun und Karl Rombach im Nachgang auch zusagten.

Nach dem offiziellen Teil nutzen die Besucher die Zeit für einen gemütlichen Austausch in der Dögginger Gauchachhalle.
Nach dem offiziellen Teil nutzen die Besucher die Zeit für einen gemütlichen Austausch in der Dögginger Gauchachhalle. | Bild: Roland Sigwart

Aufwertung von Döggingen

"Durch die Elektrifizierung und den Anschluss an die Breisgau-S-Bahn bekommt Döggingen eine wesentliche Aufwertung" so Döggingens Ortsvorsteher Dieter Fehrenbacher. Mit dem Ausbau der Bundesstraßen 27 und 31 werde es zudem ein noch interessanterer Standort. "Döggingen hat Potenzial, gemeinsam zum Wohle der Gesamtstadt einiges zu machen. Ich wünsche mir einen guten Wind für Döggingen", so Fehrenbacher weiter. Man könne das Leben in der Gemeinde nur teilweise nach Wunsch wandeln und wisse nicht um die äußeren Einflüsse: "Drehen wir die Stellschrauben, die wir selber im Griff haben so, dass wir in der Rückschau sagen können: Es war ein gutes Jahr 2019."

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Weitere Projekte 2019

Auf der Liste der Projekte für 2019 stehen außerdem die Planungen für eine neue Gerätehalle der Feuerwehr in Unterbränd, sowie die bauliche Situation der Dögginger Gauchachschule. Außerdem stehen etwa noch an: Die Erstellung eines Verkehrzskonzeptes für die Stadt sowie die Abwasserbeseitigung in der Freiburger Straße und der weitere Breitbandausbau.

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"In die Fußstapfen von Jürgen Guse zu treten, der vier Amtsperioden lang Bräunlinger Bürgermeister war, ist für niemanden einfach", so der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei. Micha Bächle sei das in seiner bisherigen Zeit als Bürgermeister allerdings ausgezeichnet gelungen.

.Weitere Bilder vom Neujahrsempfang der Stadt Bräunlingen finden Sie unter
http://www.sk.de/10017152