Narrenvater Wolfgang nutzte bei der Begrüßung die Gelegenheit, Bianca Fischer einen Dank für die vielen Jahre als Narrenmutter an seiner Seite auszusprechen. Als kleines Präsent bekam sie ein Arrangement aus Waffelbechern, für die sie eine besondere Vorliebe hat. Den Mitgliedern der Wälderbänd gratulierte er mit einem zünftigen Vesper und einem Kasten Bier zum 20-jährigen Bestehen. Danach schlüpfte Wolfgang Weber in die Rolle des Moderators Klaus Kleber und führte mit Gundula Gause alias Sven Azevedo mit viel Witz durch die einzelnen Punkte.

Eröffnet wurde der Reigen mit einer überarbeiteten Version des Köhlertanzes, bei der der ganze Saal gleich mitklopfte und klatschte. Die Köhlerjugend führte eine neue Fassung des Märchens von Rotkäppchen und dem voll krass bösen Wolf in Jugendsprache auf, wofür sie viel Applaus erhielt. Ein Gast aus Augsburg erläuterte in seiner Büttenrede den Werdegang in seiner medizinischen Laufbahn. Artistisch ging es mit dem Männerballett weiter. Unterstützt von starken Kerlen wollte eine Seiltänzerin (Cesar Azevedo) ihr Können zeigen. Da das Seil aber durchhing, wurde kurzerhand Wäsche aufgehängt. Wie man bildlich einem Computerneuling die Welt des Internets erklärt, zeigten die Köhlerfrauen und ernteten dafür viele Lacher.

Dass man auch einen Beinüberschlag genauestens timen muss, führten die Bikerfrauen vor, die in einem zweiten Programmpunkt gesanglich erläuterten, dass es reicht, wenn man weiß was man alles könnte. Zum 20. Mal heizte die Wälderbänd ein und brachte den Saal zum Kochen.

An seine eigene Schulzeit erinnert wurde man bei dem Auftritt der Männer, die eine Grundschulklasse spielten und viele Lacher ernteten. Schwungvoll zeigten vier Zwerge einen Mix aus Gestik und Musik. War man erst erstaunt, wie alles einzeln funktioniert, wurde einem schnell klar, das hinter jedem Zwerg gleich zwei Personen steckten, die eine gute Bein- und Armkoordination hatten.

Ein alter Hase ist Heike Azevedo, die mit ihrer Büttenrede ebenfalls die Lachmuskeln strapazierte. Mit einem Tanz brachten die jungen Frauen orientalischen Flair nach Unterbränd, bevor zum großen Finale nochmals alle Akteure auf die Bühne kamen. Gemeinsam wurde das neue Köhlerlied gesungen, bevor sich dann eine lange Polonaise durch das ganze Gemeindehaus schlängelte und es keinen mehr auf den Plätzen hielt. In der Bar konnte man den tollen Fasnetabend ausklingen lassen.