Eher mäßiges Interesse gab bei einem ersten Versuch, das Hexenlaufen in Unterbränd wieder ins Leben zu rufen. Vier Kinder fanden den Weg in die Narrenstube.

Bianca Fischer erzählte ihnen von ihren Erfahrungen beim Hexenlaufen. Als junges Mädchen sei sie mit mehreren Mitstreitern durch Unterbränd von Haus zu Haus gezogen und habe Fasnetsprüchle aufgesagt. Ziel war es, für die Fasnet ein wenig Geld oder auch Süßigkeiten zu bekommen.

Nun soll nach über 15 Jahren diese alte Tradition wieder aufleben. Von zahlreichen Bürgern kam als positives Feedback, dass sie sich schon darauf freuen wenn Hexen an ihren Türen läuten. Die Kinder gingen zahlreiche Fasnetsprüchle durch, die Bianca Fischer und Wolfgang Weber zusammengetragen hatte. Selbst der Dialekt ging recht locker über die Lippen.

Zu spüren war regelrecht, dass die jungen Narren darauf brennen, durch den Ort zu ziehen. Andere Interessenten können sich jederzeit anschließen und die Teilnehmer auch Freunde mitbringen.

Das Hexenlaufen soll über die gesamte Fasnetzeit ganz ungezwungen vonstattengehen: Einfach sich ins Hexenhäs werfen und in Gruppen oder auch alleine losziehen.