Obwohl Karl-Peter Mantel beruflich mit sämtlichen graphischen Techniken vertraut ist, galt seine Vorliebe immer der Fotografie, da sie sich mit der praktischen Geographie des Reisens und der Ethnologie gut ergänzt, sagt der Freizeitphotograf selbst zur Motivation hinter seinem Hobby. Die aktuelle Ausstellung "Kreative 48 er" im Kelnhofmuseum ist derzeit die einzige Gelegenheit, Werke aus dem umfangreichen Fundus von Karl-Peter Mantel zu sehen.

Mit dem VW-Bus nach Afrika

Er wurde in Michelstadt im Odenwald geboren und übersiedelte mit den Eltern schon früh in den Heimatort seines Vaters, wo er die Schule besuchte. Schon in jungen Jahren zog es ihn hinaus in fremde Welten, etwa nach Afrika, immer mit der Kamera und einem VW-Bus unterwegs, bis nach Salisbury im heutigen Zimbabwe. Dort war er auch einige Zeit beruflich tätig.

Neben vielen Fotos brachte Karl-Peter Mantel auch viele Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten für seinen Schulkameraden Bernhard Weisser mit nach Bräunlingen. In den weiteren Jahren kamen noch einheimische und europäische Arten mit hinzu. Diese wurden präpariert und in Glaskästen, darunter im Bräunlinger Waldmuseum, ausgestellt.

Als Rucksackreisender hinaus in die Welt

Eine weitere Autoreise führte ihn durch die Sahara und verschiedene Länder Westafrikas, von der er mit vielen Bildern heimkehrte. Danach standen der Beruf und die Familie im Vordergrund. Doch nachdem die Kinder aus dem Haus waren, wandelte sich beim ihm die Art des Reisens, denn er tauschte das Auto mit lokalen Verkehrsmitteln und ging als Rucksackreisender auf Tour. "Als Ziel standen etliche Länder in Südostasien mit Schwerpunkt in Myanmar sowie ferner die Türkei, der Kaukasus, Georgien und Armenien im Vordergrund."

Seit seiner Pensionierung in 2013 verbringt er die Wintermonate regelmäßig mit Rucksackreisen in Südostasien und bevorzugt meist entlegene Gebiete ohne Touristen. Dank der immer besser werdenden Kameras entstanden bei den vielen Reisen faszinierende Bilder von den Ländern und ihren Bewohnern, die im Kelnhofmuseum zu sehen sind. Durch seine Gabe für den exakten Strich hätte er auch seine früheren Zeichnungen und Grafiken ausstellen können.

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