Aufmerksame Autofahrer werden es festgestellt haben: An sieben Stellen in Bräunlingen stehen am Straßenrand komische Gestelle. Eine neue Art von Kunst im öffentlichen Raum? Nein, zwei Wochen nachdem der Gemeinderat den ersten Schritt für das Innerstädtische Mobilitätskonzept abgesegnet hat, haben in Bräunlingen die Verkehrszählungen begonnen. "Mir war es wichtig, dass wir zeitnah mit dem Mobilitätskonzept beginnen und noch vor dem Winter die Erhebungen starten. Die Erhebungen sind eine wichtige Grundlage für die weiteren Planungen und Diskussionen", sagt Bürgermeister Micha Bächle.

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Während in der Nachbargemeinde Schüler am Straßenrand Platz genommen haben, um mit ihren Zahlen die Grundlage für das Verkehrskonzept zu schaffen, ist in Bräunlingen die Kooperation mit einer weiterführenden Schule nicht gegeben. Und so wurden an den sieben Messpunkten Kameras montiert, die das Verkehrsgeschehen dokumentieren. Wer sich nun in Zeiten, in denen reichlich über die Datenschutz-Grundverordnung diskutiert wird, Sorgen macht, der kann beruhigt sein. "Es werden keine Kennzeichen oder Ähnliches erfasst. Der Datenschutz ist also gewährleistet", erklärt Bächle.

Und wo wurde nun gezählt? Die Messstellen waren am Knotenpunkt Stadttor/Kirchstraße/Sommergasse/Zähringerstraße, am Knotenpunkt Dögginger Straße/Hüfinger Straße auf Höhe der Firma Straub, im Bereich Gumppstraße/Spitalplatz, am Kreisverkehr Dögginger Straße, in der Bruggener Straße auf Höhe des Grabenrings, im Bereich der Donaueschinger Straße/Hüfinger Straße und am Zebrastreifen Hüfinger Straße aufgebaut worden.

Gezählt wurde am Dienstag in einer Acht-Stunden-Zählung auf drei Blöcke, die unterteilt waren in Früh, Mittag und Abend. Neben den Fahrzeugen wurde auch die Straßenquerung von Fußgängern erfasst. In einer anschließenden manuellen Auswertung des Videomaterials könne die Zuordnung der jeweiligen Verkehrsströme und -mittel erfolgen. Für die Videoerhebungen wurde das auf diese Zählungen spezialisierte Büro Geovista eingesetzt. Die Ergebnisse werden nun aufbereitet: So werden Knotenpunktströme, die Spitzenstunden des jeweiligen Zeitabschnitts sowie die tageszeitliche Verteilung eine große Rolle spielen.

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