Zwischen Abriss und neuer Nutzung: Unter dieser Überschrift möchte die Gruppe 84 zum Meinungsaustausch einladen und eine Diskussionsmöglichkeit anbieten. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Tatort-Format der Unabhängigen Liste großen Anklang gefunden, als der Spitalplatz im Bezug auf die Fußgängerüberquerung und die hohe Geschwindigkeit der Autofahrer thematisiert wurde. Eine Lösung wurde zwar bislang noch nicht umgesetzt, denn für Bräunlingen ist ein Verkehrskonzept, das auch die Parkplatzsituation in der Innenstadt verbessern soll, im Gespräch. Auch wenn sich der nächste Tatort dem ehemaligen Hallenbad widmet, will die Gruppe 84 sich beim Spitalplatz nicht mehr lange vertrösten lassen.

Für Bertold Geyer, der die Gruppe 84 als Fraktionssprecher anführt, ist das Format eine gute Möglichkeit um die Bürger an politischen Prozessen beteiligen zu können: "Es ist jetzt kein Bürgerentscheid, aber vielleicht zwei Stufen darunter."

Zwar ist die Zukunft des ehemaligen Hallenbades, das im Jahre 2003 nach hitzigen Diskussionen und einem Bürgerentscheid geschlossen wurde, kein Thema, "das unter den Nägeln brennt". Schön öfter wurden die verschiedenen Argumente für einen Abriss oder eine neue Nutzung im Rahmen der Haushaltberatungen diskutiert. Am Ende gab es dann aber immer Dringenderes. "Die Bürger beschäftigt das Thema aber trotzdem. Wir werden darauf immer wieder angesprochen." Und mit der Tatort-Veranstaltung könnte sich die Gruppe 84 auch ein Stimmungsbild verschaffen.