Auf die Brändbach Hupä kommt eine arbeitsreiche Zeit zu. "700 Wecken müssen wir am Samstag schmieren", sagt Sebastian Nobs, zweiter Vorsitzender der Bräunlinger Guggenmusik. Mit Samstag meint er den 19. Januar. Dann laden die Musiker zu einem großen Guggenmusiktreffen in die Stadthalle ein. Es ist mittlerweile das sechste unter der Bezeichnung "Bläch und Dätsch". Das letzte dieser Art gab es 2015.

Das bisher letzte Guggenmusiktreffen in Bräunlingen fand 2015 statt. Hier die Wingertsgeischder aus Bechtheim bei Worms bei ihrem Auftritt in der Stadthalle. Archivbild: Dagobert Maier
Das bisher letzte Guggenmusiktreffen in Bräunlingen fand 2015 statt. Hier die Wingertsgeischder aus Bechtheim bei Worms bei ihrem Auftritt in der Stadthalle. | Bild: Simon, Guy

Größere Dimensionen

2019 soll es jedoch anders ablaufen: die Dimensionen sind größer und zu der Veranstaltung in der Halle kommt davor noch ein Nachtumzug durch die Bräunlinger Innenstadt. 15 Musik- und Narrengruppen werden ab 19.30 Uhr über Zähringer- und Kirchstraße mit Musik und Spaß bis zu ihrem Ziel, der Bräunlinger Stadthalle führen.

"Bisher nie getraut"

"Uns schwebte eigentlich schon immer mal vor, eine Veranstaltung dieser Art zu machen", erklärt Thomas Bertsche, Vorsitzender der Brändbach Hupä. "Dieses mal haben wir uns allerdings das erste Mal auch getraut." Verbunden mit einer Veranstaltung dieser Art ist nicht nur eine Menge Vorlaufzeit – die Vorbereitungen haben bereits etwa vor zwei Jahren begonnen – sondern auch ein großer planerischer Aufwand.

"Mann kann den Gruppen nicht einfach sagen: Kommt mal vorbei", so Bertsche. Man müsse schauen, wo man Gäste unterbringen kann, Genehmigungen einholen, sich um die Absperrungen kümmern. Viel zu tun also. Mit der Bräunlinger Stadtverwaltung sei die Zusammenarbeit allerdings immer gut. Daher soll es am 19. Januar auch einen Empfang im Rathaussaal geben.

Das könnte Sie auch interessieren

Große Gruppen mit dabei

Bei den vergangenen Treffen habe man immer so vier bis fünf Guggenmusiken eingeladen, 2019 werden es mehr: Allein bei dem Programm in der Stadthalle ab 20.30 Uhr stehen sieben Gruppen auf der Bühne. Die Brändbach Hupä selbst werden nicht zu hören sein, "es gibt an dem Abend einfach zu viel zu tun", erklärt Bertsche. Die Auftretenden seien "keine Nullachtfünfzehn-Guggenmusiken, sondern recht stark. Die kleinste Guggenmusik hat vielleicht 30 Spieler dabei. Daneben gibt es große mit bis zu 60 Musikern", so der Vorsitzende. Mit Gästen aus der Schweiz wird das Treffen sogar international.

Anderer Termin

Nicht nur die Größe der Veranstaltung, auch der Termin ist ein anderer wie zuvor. Meistens habe man das Treffen im November gemacht. 2019 gebe es eine lange Fasnet und die Veranstaltung passe ohnehin besser zu den närrischen Tagen. Der Plan, sofern sich das Fest etabliert: Eine Wiederholung im Zwei-Jahres-Rhythmus.

Auf den Schultern der Brändbach Hupä ruht nicht nur die Organisation, auch einiges an Geld wird von dem Verein investiert: "An Kosten sind es sicher vorneweg etwa 2500 Euro. Dafür muss man eine Menge Bier verkaufen", so Bertsche. Dafür gibt es für Besucher eine entsprechende Bewirtung sowie eine Lichtanlage für die passende Stimmung.

Die Brändbach Hupä starten am 11. Januar in die Fasnet. Dann geht es mit einem Umzug zum Fabi, wo der Verein in seinem Gründungsjahr den ersten Auftritt hatte. Dort sollen dann schließlich drei neue Mitglieder feierlich aufgenommen werden.