In den Sechzigerjahren war die Bergtaleisenbahn die wichtigste Verkehrsverbindung von Donaueschingen und Hüfingen über Bräunlingen bis ins hintere Bregtal. Sie wurde von vielen Pendlern im Sommer und Winter genutzt.

Gebaut wurde die Bregtalbahnstrecke ab 1890 von der großherzoglichen Staatseisenbahn. Ende der Sechziger gab es schließlich erste Überlegungen, die Eisenbahnlinie Donaueschingen bis nach Furtwangen stillzulegen. Eine aus wirtschaftlichen Gründen in Betracht gezogene Entscheidung, die dann am 1. Oktober 1972 auch Wirklichkeit wurde. Damals fuhr die letzte Lokomotive der Bregtalbahn, nach fast achtzig Jahren Transport von Mensch und Material, ins Bregtal hinein und wieder hinaus.

Inzwischen fuhr die beliebte Bahn mit modernen Trieb- und auch Personenwagen. Die Teilstrecke von Donaueschingen nach Bräunlingen blieb für den Werksverkehr weiterhin befahrbar. Nicht nur für viele Einheimische war die Bahnstrecke entlang der Breg die einzige Verbindung ins Bregtal bis Vöhrenbach und nach Furtwangen. Auch etliche Arbeitsplätze wurden durch die frühere großherzogliche Staatseisenbahn zur Verfügung gestellt, was mit zur wirtschaftlichen Standortsicherung des Bregtalbereiches beitrug.

Viele Baaremer der an der Strecke liegenden Stationen erinnern sich noch gut an die frühere Zeit, als die laut schnaubende Dampflok über die etwas über 33 Kilometer lange Strecke, mit einer Steigung von über 200 Höhenmetern und vielen Kurven fuhr und mit zur touristischen Stärkung der Region beitrug.

Der größte Teil der Strecke, auch in Bräunlingen, ist schon seit Jahren als Rad- und Wanderweg zwischen der Zähringerstadt und Wolterdingen ausgebaut. Er ermöglicht vor allem im Sommer eine nur leicht ansteigende Fahrt bis in hintere Bregtal.

Noch heute erinnern etliche Denkmäler an die früher hochgelobte Bregtalbahn, die für viele Baaremer die einzige Verbindung in Richtung Furtwangen war. Dazu gehört unter anderem die alte Brücke über die Breg zwischen Bräunlingen und Bruggen. Diese steht seit Jahrzehnten, die hohen Abrisskosten sorgen dafür.

Um die Jahrtausendwende wurde die Bregtalbahnstrecke schließlich saniert und ausgebaut. Seit dieser Zeit fährt der Ringzug auch von Donaueschingen über Hüfingen nach Bräunlingen. Mit einem Fest am 30. August 2003 wird die erste Fahrt gefeiert.

Der Ringzug fährt weiterhin: Ein Gleiswagen der Hohenzollerischen Landesbahn (Hzl) bei seinem Halt am Bräunlinger Bahnhof. <em>Bilder: Dagobert Maier</em>
Der Ringzug fährt weiterhin: Ein Gleiswagen der Hohenzollerischen Landesbahn (Hzl) bei seinem Halt am Bräunlinger Bahnhof. Bilder: Dagobert Maier | Bild: Simon, Guy

Die Bregtalbahn – von Eröffnung und Wiederbefahrung

  • Eröffnung: Die Bregtalbahn wurde am 20. Oktober 1892 von Donaueschingen bis Hammereisenbach eröffnet. Der zweite Teil von Hammereisenbach bis Furtwangen folgte am 1. August 1893. Erbauer war das Badische Eisenbahnkonsortium unter dem Eisenbahnunternehmer Herrmann Bachstein, das die Bahn 1897 in die Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft (SEG) einbrachte.
  • Wieder befahren: Seit 2003 wird das Stück bis Bräunlingen wieder im Personennahverkehr befahren, da es zum Ringzug-Konzept der Kreise Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen gehört.