Das Dögginger Unternehmen Freilacke wächst und wächst: Mehr Umsatz, mehr Mitarbeiter und auch der Firmensitz wird größer und größer. Doch der Erfolg ist kein Selbstläufer. "Es war ein sehr intensives Jahr. Und ich habe das Gefühl, das nimmt von Jahr zu Jahr zu", sagt Rainer Frei, der gemeinsam mit seinem Cousin Hans-Peter Frei das Dögginger Unternehmen führt. In allen Bereichen nehme die Komplexität zu und nur diese Unternehmen, die dies nicht nur erkennen, sondern sich darauf einstellen, könnten in Zukunft erfolgreich sein.

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"Der bürokratische Aufwand steigt exponentiell", sagt Rainer Frei. So wären Verträge mit 40 Seiten und mehr in juristischem Fachenglisch an der Tagesordnung. Globalisierung und Digitalisierung und auch die rege Bau- und Investitionstätigkeiten in Döggingen kommen hinzu. "Doch ich bin nicht angetreten, um zu jammern", so Rainer Frei. Schließlich stünde Freilacke vor den ähnlichen Herausforderungen wie die Marktbegleiter. "Es wird nur der Erfolg haben, der Komplexität bewältigt", sagt der Geschäftsführer.

Talentierte Mitarbeiter: Philipp Brunner (links) und Heiko Blattert bereichern en Auftritt der Frei-Kapelle. Auch der Frei-Chor und die Frei-Tanzgruppe steuern Punkte zum Programm bei.
Talentierte Mitarbeiter: Philipp Brunner (links) und Heiko Blattert bereichern en Auftritt der Frei-Kapelle. Auch der Frei-Chor und die Frei-Tanzgruppe steuern Punkte zum Programm bei. | Bild: Jakober; Stephanie

Doch all der Erfolg sei nicht möglich, ohne die Mitarbeiter. Die Gemeinschaftsleistung, großer Einsatz und und enormes Engagement der Mitarbeiter hätte dazu beigetragen. "Es war nicht immer einfach, aber es lohnt sich", sagt Rainer Frei. Worte, denen sich Hans-Peter Frei nur anschließen kann: "Hürden und Herausforderungen haben wir gemeinsam gemeistert", fügt er hinzu. Dabei sei auch viel gefordert worden: Mehrarbeit und hohes persönliches Engagement für die Frei-Familie. Und dieses Motto wird gelebt: So fehlten bei der Jahresabschlussfeier von den 568 Mitarbeitern lediglich 30. Selbst Gäste aus China und Thailand, die vor Ort für Frei-Lacke arbeiteten, feierten in der Bräunlinger Stadthalle unter dem Motto "Casino Royal". "Man merkt, dass sich die Mitarbeiter sehr stark mit ihrem Unternehmen identifizieren", sagt Bräunlingens Bürgermeister Micha Bächle.

Stimmungvoll feiern über 500 Mitarbeiter in der Stadthalle.
Stimmungvoll feiern über 500 Mitarbeiter in der Stadthalle. | Bild: Jakober, Stephanie

"2018 war kein ganz einfaches Jahr", sagt Beirat Adolf Baumann. Internationale Rahmenbedingungen wären nicht immer voraussehbar gewesen und die Zollpolitik mancher Staaten hätte negative psychologische Effekte. Dennoch sei Frei-Lacke auch für das 93. Geschäftsjahr gut aufgestellt. Dafür müssten aber auch alle Abteilungen an einem Strang ziehen: Der Vertrieb, der neue Kunden gewinnt und alte hält. Die Entwicklung, die die Produkte entwickelt, die die Kunden wollen. Die Produktion, die diese Produkte herstellt und letztendlich auch der Vertrieb, der die Produkte zu den Kunden bringt.

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"Trotz kritischer Rahmenbedingungen werden wir unseren Dögginger Standort weiter ausbauen", verspricht Hans-Peter Frei. Denn auch in Zukunft werde Frei-Lacke unter dem Gütesiegel "Made im Schwarzwald" operieren. Der Neubau für die Pulverlackproduktion inklusive Logistikzentrum steht bereits. Mit dem Umzug wurde bereits begonnen. "Wir starten mit einer Vermahlungslinie", erklärt er. Im März soll sie dann in Betrieb genommen werden. Doch damit ist der Umzug noch lange nicht abgeschlossen. Schritt für Schritt soll der neue Bau mit Leben gefüllt werden. Der ganze Umzug soll sich über rund zwei Jahre erstrecken, denn es soll genügend Zeit gegeben werden, dass sich die Produktionsabläufe am neuen Standort einspielen und die Kunden aber zeitgleich auf gleichem Niveau beliefert werden können.

Allen Grund zur Freude haben Geschäftsführer Hans-Peter Frei (links) und Personalleiter Winfried Klötzer.
Allen Grund zur Freude haben Geschäftsführer Hans-Peter Frei (links) und Personalleiter Winfried Klötzer. | Bild: Jakober, Stephanie

"Langweilig wird es uns sicher nicht", sagt Hans-Peter Frei. Denn im kommenden Jahr soll die Verwaltung aufgestockt werden. Das Projekt soll im Februar beginnen und ist für ein Jahr anberaumt. Die Arbeitsplätze für die Mitarbeiter sollen solange ausgelagert werden.

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Über die hohen Investitionen in Döggingen freut sich natürlich auch Ortsvorsteher Dieter Fehrenbacher: "Das ist ein Bekenntnis zum Standort und die Wertschöpfung bleibt so in der Region", sagt der Dögginger Ortsvorsteher. Entgegen dem Motto des Abends "Casino Royal" sei allerdings die Firmenpolitik der Familie Frei alles andere als ein Glückspiel, sondern sehr durchdacht und zukunftsfähig.

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