Nach fünf Jahren Abstinenz hat Mistelbrunn mit Oliver Mahler wieder einen Stadtrat. Mahler kam 2014 von Brigachtal nach Mistelbrunn und hat sich in fast jeder Ortschaftsratssitzung über das kommunalpolitische Geschehen informiert. Das hat ihn motiviert, für Ortschaftsrat und für die CDU für den Gemeinderat zu kandidieren. „Mein Hauptgedanke war, an der Gestaltung der Kommunalpolitik mitzuwirken“.

Vielfältig in der Freizeit aktiv

Der neue Stadtrat ist 53 Jahr alt, in Pfaffenweiler geboren und in Brigachtal aufgewachsen. Dort betreute er die Jugendfeuerwehr, war zehn Jahre Abteilungskommandant, war im Altertumsverein, in einer Mittelaltergruppe und in der Fasnetzeit bei den Hexen aktiv. Er fährt gerne Fahrrad, läuft viel auf Waldwegen und geht ab und zu ins Fitnessstudio. Der neue Stadtrat ist Maurermeister und war auch in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft tätig.

„Ich genieße die Ruhe in Mistelbrunnn„

„Ich genieße hier in Mistelbrunn die Ruhe, was auch mit ein Grund war, hierher zu ziehen. Ich fühle mich wohl in Mistelbrunn„, so Mahler. Ein wichtiges Anliegen sei für ihn die Verkehrsberuhigung in Mistelbrunn, für die er sich eine Tempobeschränkung in der Unterbränder Straße vor dem Ortsschild auf 70 Stundenkilometer vorstellen könnte. Derzeit gebe es in Mistelbrunn keine neuen Bauplätze, doch er fände es gut, die Bauwünsche so weit wie möglich über eigenen Grundstücke zu erfüllen. Bei der Innenverdichtung in der Kernstadt sieht Mahler die Vorgaben des Denkmalamtes und auch der Altstadtsatzung manchmal als Hürden an.

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Das Anliegen jedes Stadtrates müsste es seiner Meinung nach sein, die städtischen Schulden zu senken und die Ausgaben zu minimieren. Ein Gewerbegebiet an der Bundesstraße, das schon im Nutzungsplan oberhalb von Döggingen vorgesehen ist, könnte die Gesamtstadt noch weiter bringen. In Bräunlingen hätten einige Straßen, das Feuerwehrgerätehaus und auch das Kelnhofmuseum eine Verbesserung verdient. Doch dies alles sei eine Frage der Finanzen. Generell sollte man am Ratstisch nicht das Persönliche, sondern das Gemeinwohl in den Vordergrund stellen, meint Mahler abschließend.