Großes Interesse fand über das Wochenende der Spendenbasar des bisherigen Stadtpfarrer Walter Eckert im katholischen Gemeindezentrum. Durch seinen Wegzug nach Tauberbischofsheim wurden viele in den Jahrzehnten angesammelten Utensilien frei, die er im Basar anbot.

Eigentlich war der Basar im Rahmen einer anderen Verkaufsveranstaltung vorgesehen, doch die große Menge des Angebotes machte einen eigenen Basar notwendig. "Ich freue mich sehr über das große Interesse an meinem Spendenbasar, der der Remigiuskirche und Pater Norbert zugutekommt" sagte Eckert, der in den nächsten Tagen in seine frühere Heimat umziehen wird.

Eine Riesenauswahl aus dem Pfarrerfundus war im Gemeindezentrum aufgebaut, was viel Interesse der zahlreichen Besucher, nicht nur aus Bräunlingen, fand. Neben vielen Büchern unterschiedlicher Themen, Tischdecken, Glasgegenständen, Keramikschalen und Uhren, gab es unter anderem auch Kerzen mit Haltern, Jubiläumskarten, eine Leuchtturmattrappe und etliche Kreuze zu sehen. Sogar ein Bügelbrett mit Bügeleisen und bemalte Teller, sowie etliche Zierde Ständer waren im Basarangebot.

Außergewöhnlich war auch, wie die Gegenstände den Besitzer wechselten. Alle Angebote hatten keinen festen Preis, es wurde nicht um die Höhe des Preises gehandelt oder gefeilscht und niemand prüfte nach, ob für die Waren ein Obolus entrichtet wurde. Nur eine Kiste mit Spendenaufruf am Ausgang bat um eine dem Warenwert angemessene und vom neuen Besitzer selbst festgelegte Spende.

Ein Basar auf Spendenbasis das gibt es nicht oft, meinte ein Besucher. Er stellte auch fest, dass etliche Interessierte mehr für einen Gegenstand in die Kasse warfen, als sie beim Handel mit einem Basarverkäufer bereit gewesen wären zu bezahlen.

"Man konnte auch viele ältere Liederbücher finden, die es heute nicht mehr zu kaufen gibt. In denen stehen viele nur noch selten gesungene Lieder, was immer wertvoller wird" sagte Hobbymusikerin Brunhilde Sulzmann, die etliche Lieder aus den alten Büchern wieder singen will.