Döggingen (mi) Im Zuge der Umsetzung europäischer Wasserrahmenrichtlinien mit dem Ziel der naturnahen Entwicklung der Gewässer stehen nun dem Lachengraben einschneidende Eingriffe bevor. In der jüngsten Ortschaftsratssitzung gab der Umweltbeauftragte Gerhard Bronner anhand vorläufiger Planungen einen Einblick in die neue Trassierung dieses Gewässers. Zuvor zeichnete seine Kollegin vom Umweltbüro, Biologin Stefanie Lambotte, ein Bild der europaweiten positiven Entwicklung der Wasserqualitäten in den zurückliegenden Jahrzehnten.

Mit den Änderungen verbinden will der Ortschaftrat die Lösung der Überschwemmungsprobleme, wie sie bei Starkregen durch Verschmutzung der Wiesen entlang des Grabens auftraten. Ortschaftsrat und Anlieger Rolf Rosenstiel zweifelten allerdings, ob eine Verlangsamung des Durchflusses bei gleichzeitigem größerem Querschnitt den Zustand verbessern könnte. Mit der Zustimmung zu diesem Vorhaben hat der Ortschaftsrat außerdem die Zusicherung, dass eine solche Maßnahme eine spätere Anlage des schon lange gewünschten Radwegs nach Hausen vor Wald nicht behindert.

Einstimmig verabschiedet wurden die nun im Detail ausgearbeiteten Pläne zur Gestaltung des Kinderspielplatzes an der Gauchachschule. Wichtig war dem Ortschaftsrat vor allem die zeitnahe Verwirklichung, die mit der Installation der bereits vorhandenen Doppelschaukel und des Klettergerüsts schon in den nächsten Wochen in Angriff genommen werden soll. Dabei wird der Platz räumlich in einen Bereich für Kleinkinder und einen für größere Nutzer aufgeteilt. Als neue Attraktion wird neben dem Klettergerüst eine Seilbahn den Spielpark bereichern.

Stattgegeben wurde dem Antrag des Mostereibetreibers Wolfgang Gassenschmidt auf einen Zuschuss zur Beschaffung von neuen Kunststoffpressrosten, 50 Prozent übernimmt die Kommune. Mit Manfred Grieshaber hat man inzwischen einen Hüttenwart für die neue Schutzhütte und den Grillplatz am Kupferbrunnen gefunden. Weiterhin für den Umleitungsverkehr der Bundesstraße nutzbar bleibt nach einem Gutachten die alte Posthausbrücke. Allerdings ist diese wie zur Zeit praktiziert die kommenden zwei bis drei Jahre nur im Einbahnverkehr und bis zu 40 Tonnen begrenzt nutzbar. Laufende statische Untersuchungen sollen weiterhin die Verkehrssicherheit garantieren. Im Übrigen ist in nächster Zeit eine Infoveranstaltung zum geplanten Bau der zweiten B 31-Brücke vorgesehen. Laut Auskunft von Ortsvorsteher Fehrenbacher stehen derzeit lediglich noch zwei erschlossene Bauplätze im Neubaugebiet Hofwiesen zur Verfügung. Der auf dem Friedhof neu gestaltete Bereich der Baumgräber ist ab Juli nutzbar.