Das Ziel der Bräunlinger Stadtverwaltung für 2020 steht unter dem Motto „Baugebiete erschließen und Infrastruktur sanieren“. Ganz dem Plan folgend läuft es besonders beim neuen Baugebiet „Hinterm Kirchle III“ besonders schnell. Ende Juli erfolgte der offizielle Spatenstich, die Baumaschinen hatten zu diesem Zeitpunkt aber bereits mit den Arbeiten begonnen. Und zügig ging es weiter. Ortsvorsteher Horst Kritzer sprach beim offiziellen Spatenstich von „einem neuen Zeitalter für Waldhausen„. 

Das könnte Sie auch interessieren

Es geht voran

„Wir freuen uns, dass das Baugebiet sehr gut vorankommt und im Frühjahr fertiggestellt sein wird“, erklärt Bürgermeister Micha Bächle. Die Straßenlaternen im neuen Gebiet sind bereits aufgebaut, die Straße erkennbar. Sie ist 5,50 Meter breit und wird zu beiden Seiten von Dreiherreihen aus Großgranitpflaster begrenzt. Am Ende der Erschließungsstraße ist ein Wendehammer gebaut worden. Wieso liefen die Arbeiten hier so gut? „Die Erschließung läuft überwiegend auf der grünen Wiese, Anschlusspunkte gibt es nur wenig“, erklärt Marcus Grigull vom Bräunlinger Stadtbauamt. Recht frühzeitig habe man vieles abgeklärt und Gespräche mit den potenziellen Bauherren geführt.

Feinbelag muss gemacht werden

Was jetzt noch fehlt, ist der Feinbelag für die Straße. Entsprechende Arbeiten sind witterungsabhängig. Ist es zu kalt, lässt sich der Asphalt nicht richtig aufbringen, es können Schäden entstehen. Wenn die Bedingungen passen soll der Feinbelag nach der Fasnacht aufgebracht werden, so Bächle. Das liege auch daran, dass die Asphaltmischwerke erst ab März wieder ihren Betrieb aufnehmen, sagt Grigull. „Den Feinbelag unter einer Temperatur von fünf Grad aufzubringen, das geht nicht.“ Auch nach der närrischen Zeit wird eine weitere Maßnahme fertiggestellt. Der Hofweg, mit Zufahrt zum neuen Baugebiet soll verbreitert werden. Der entsprechende Auftrag mit Kosten in Höhe von 58 000 Euro wurde an die Firma Stumpp vergeben, die sich auch mit dem Baugebiet beschäftigt.

Noch im Juli 2019 sah es bei „Hinterm Kirchle III“ so aus. Der offizielle Spatenstich ist erfolgt und die Erdarbeiten bereits in Gange. Archivbild: Guy Simon
Noch im Juli 2019 sah es bei „Hinterm Kirchle III“ so aus. Der offizielle Spatenstich ist erfolgt und die Erdarbeiten bereits in Gange. | Bild: Guy Simon

Wie ist das Interesse?

Bei neuen Baugebieten stellt sich auch immer die Frage der Vermarktung. Wird ein Gebiet ausgewiesen, steht es schließlich an den Interessenten, es mit Leben zu füllen. In Waldhausen läuft es auch hier sehr erfolgreich: „Vier Interessenten waren bereits beim Notar und die Grundstücke wurden verkauft, bei zweien steht der Notar-Termin bereits fest“, sagt Bächle. Sechs weitere Plätze seien bereits reserviert. „Im Februar sind bereits die ersten Baugesuche im Ortschaftsrat und im Bauauschuss.“ Wenn alles gut laufe, dann könne hier im April mit dem Bau begonnen werden. Die Befürchtungen, der geplante Park aus Windkraftanlagen könne sich in irgendeiner Art und Weise auf den Grundstücksverkauf auswirken sind nicht eingetroffen: „Das hat hier überhaupt keine Rolle gespielt“, so der Bürgermeister.

Aus 16 wurden 17 Plätze

In „Hinterm Kirchle III“ waren ursprünglich lediglich 16 Bauplätze vorgesehen, das soll jedoch geändert werden: „Die Änderung des Bebauungsplanes von 2006 haben wir 2019 angestoßen, hier soll der Satzungsbeschluss im ersten Halbjahr 2020 erfolgen, damit wird auch der 17. Bauplatz möglich.“ Durch ihn entfallen allerdings ein ursprünglich geplanter Bolz- und ein Kinderspielplatz. Grund ist der negative Effekt auf die Ökobilanz durch den weiteren Bauplatz, der einen entsprechenden Ausgleich nötig macht. Überlegt wird einen Zugang vom Neubaugebiet hin zum bestehenden Spielplatz zu schaffen. Auch ein Bolzplatz wäre auf einer nahen Wiese möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Querspange wird gerichtet

Arbeiten standen auch im Dellinger Weg an. Dort erfolgt nahe der Kreisstraße der Anschluss an den Mischwassersammelkanal. „Das Schmutzwasser wird am tiefer liegenden Ende der Erschließungsstraße aus dem Baugebiet hinausgeführt und über die Wiesenflächen bis in den Dellinger Weg geleitet“, erklärt Bächle. Das geschehe aus topographischen Gründen. Bereits mitverlegt wurde auch schon Glasfaser. Die Entwässerung des Gebietes erfolge im Trennsystem, wobei das anfallende häusliche Abwasser und das entstehende Oberflächenwasser in getrennten Rohrleitungen abgeführt werde. Geplant sei noch eine Reparatur der Querspange im Bereich Dellinger Weg. „Hier gibt es Verdrückungen im Asphalt, wo sich die Straße gesenkt hat. Hier muss der Belag runter und mitsamt Unterbau wieder hergestellt werden“, erklärt Grigull.