Der Ort soll schöner werden: Mit Hilfe eines Perspektivplans soll der Dögginger Ortskern weiter entwickelt werden.

  • Zielrichtung: „Wir wollen den Ortskern noch attraktiver gestalten und Potenziale zur Innenentwicklung stärken“, betonten jetzt Bürgermeister Micha Bächle und Döggingens Ortsvorsteher Dieter Fehrenbacher. Die Aktivierung vorhandener innerörtlicher Flächenpotenziale könne laut einer Mitteilung der Stadt wichtige Impulse bei der Entwicklung setzen. Dabei spiele auch die Sicherung der Nahversorgung und sozialen Infrastruktur eine wichtige Rolle. Am Projekt beteiligt sind das Stadtplanungsbüro Arcus und das Institut für Stadt- und Regionalentwicklung aus Nürtingen.
  • Potenziale: Döggingen gilt als attraktiver Wohn-, Arbeits- und Lebensort mit direktem Anschluss an die B 31 und ab Jahresende an die Breisgau-S-Bahn. Der Ort weist zahlreiche Innenentwicklungspotenziale, etwa untergenutzte oder leer stehende Gebäude und innerörtliche Baulücken auf. Darüber hinaus besitzt der Ortskern von Döggingen noch deutliches Aufwertungspotenzial: Bis zur Realisierung der Ortsumfahrung vor wenigen Jahren fuhren täglich über 20 000 Fahrzeuge, darunter ein hoher Lastwagen-Anteil, mitten durch den Ort. Dies hat Folgen bis heute: Die breite Fahrbahn der ehemaligen Bundesstraße hat bis heute eine Trennwirkung. Hier biete sich trotz Notfall-Verkehrsführung bei B 31-neu-Vollsperrung eine Chance, den erheblichen Gestaltungsspielraum für eine dörfliche Gestaltung oder Umnutzung nicht benötigter Fahrbahnflächen zu nutzen, so die Experten.
  • Zeitplan: Derzeit erfolgt eine Bestandsaufnahme und -analyse. Die Ergebnisse werden in einer Ortschaftsratssitzung im Frühjahr vorgestellt und beraten. Die Bevölkerung hat die Möglichkeit, bei dieser Sitzung ebenfalls eigene Vorschläge einzubringen und mitzudiskutieren. Anschließend sollen die beauftragten Büros umsetzungsfähige Ideen für die Entwicklung aufzeigen. Im Frühsommer findet dann eine Bürgerinformation mit Thementischen statt. Die Ergebnisse fließen in den Perspektivplan ein. Im Herbst werden der Ortschaftsrat und der Gemeinderat über den Entwurf des Perspektivplans entscheiden.
  • Kosten: Der fertiggestellte Perspektivplan soll gegebenenfalls als Grundlage für Anträge auf Landesförderung dienen, um die Projekte umzusetzen. Bereits jetzt wird das Projekt mit rund 13 000 Euro durch das Land Baden-Württemberg gefördert, die gleiche Summe übernimmt die Stadt. Eine gute Möglichkeit, die Innenentwicklung auch mit Zuschüssen voranzutreiben, bietet das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum. 2019 konnten zwei Projekte in Döggingen und ein Projekt in Bruggen mit 280 000 Euro Zuschuss gefördert werden. Die Stadtverwaltung unterstützt hier auch bei der Antragsstellung.