Es ist ein Thema, das die Bräunlinger schon länger beschäftigt: die Parksituation im Städtle. Eigentlich gibt es genug Platz, doch oft endet es im Chaos und in der Unsicherheit, ob man dort überhaupt parken darf. Es war auch ein Thema, das im Bürgermeisterwahlkampf im vergangenen Herbst immer wieder angesprochen wurde.

Und dann gibt es noch den Spitalplatz, wo oft zu schnell gefahren wird und die Fußgänger vor der Herausforderung stehen, wie sie am besten die Straße überqueren sollten. Für die Gruppe 84 war die Situation vor gut einem Jahr Anlass zum "Tatort Spitalplatz" einzuladen, um mit den Bürgern ausführlich über dieses Thema zu diskutieren. Und die Gemeinderatsfraktion hatte mit dieser Aktion viel Zuspruch erfahren.

Doch das sind nur zwei Verkehrthemen in Bräunlingen: "Wir haben auch überall Tempo 50, sogar an der Schule", sagt Bürgermeister Micha Bächle. Bereits in der Kick-Off-Veranstaltung mit dem Gemeinderat war der Verkehr in der Innenstadt Thema.

"Innerstädtisches Mobilitätskonzept"

Nun soll das Ganze unter dem Titel "Innerstädtisches Mobilitätskonzept" genau unter die Lupe genommen werden und mit einem Fachmann an Verbesserungen gearbeitet werden – natürlich unter Einbeziehung der Bürger. Bächle war bereits mit einem Verkehrsplaner in der Stadt unterwegs, der vieles mit dem Blick von außen betrachtet hat und dem doch einiges aufgefallen ist. Was genau? Die Parkplatzsituation und die Verkehrsführung am Spitalplatz.

Der Gemeinderat soll in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag, 20. September, die Weichen stellen. Denn Entscheidungen sollen auf der Grundlage von verlässlichen Zahlen stattfinden. Zwar gibt es Zählungen, die den Verkehr an den Kreis- und Landesstraßen rund um die Bräunlinger Innenstadt schon betrachtet haben, aber auch an Punkten wie dem Stadttor, dem Spitalplatz, auf der Kirchstraße oder im Bereich Donaueschinger-/Hüfinger Straße soll das Verkehrsaufkommen dokumentiert werden. Und nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. Das bedeutet, des geht nicht nur um die Zahl der Fahrzeuge, sondern auch darum, ob sie lediglich durch Bräunlingen durchfahren oder dort ihren Start- oder Zielpunkt haben.

"Es geht nicht darum, den Verkehr auszusperren oder lauter Spielstraßen einzurichten", sagt Micha Bächle. Ziel sei es, alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Mit den Einzelhändlern gab es bereits im Vorfeld Gespräche und das Angebot, dass sie sich in dem Prozess einbringen können. Und auch die Bürger sollen in einem doppelten Verfahren eingebunden sein. In der ersten Stufen können die Bräunlinger ihre Ideen, Anregungen und Wünsche einbringen. Wobei Bächle auch betont: "Es kann sicher nicht alles umgesetzt werden, da es auch Wünsche gibt die sich wiedersprechen oder wir gesetzliche Vorgaben beachten müssen", erklärt der Bräunlinger Bürgermeister.

Das Büro "Fichtner Walter und Transportation", das schon für viele Städte ein Verkehrskonzept erstellt hat, soll mit dem ganzen Prozess betraut werden und eine Verkehrs- und Bedarfsanalyse erstellen. Diese soll dann sowohl im Gemeinderat als auch in einer Einwohnerversammlung, die voraussichtlich Anfang 2019 stattfinden wird, vorgestellt werden. Aus diesen Grundlagen sollen dann die Maßnahmen entwickelt werden, über die letztendlich der Gemeinderat entscheidet.

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