Voll besetzt war der Bürgersaal des Rathauses bei der Ortschaftsratssitzung. Die am Montagabend zu erwartenden Informationen zur Förderung der örtlichen Innenentwicklung hatten viele neugierig gemacht auf die Ausführungen des Ansprechpartners vor Ort, Otto Körner, und Michael Weber vom Institut für Stadt- und Regionalplanung.

In einer ersten Ortsbegehung wurden etliche Potenziale und Möglichkeiten für eine künftige Innenentwicklung erörtert. Im Fokus stehen dabei bebaubare und erschlossene Grundstücke sowie eventuelle Leerstände. Aber auch Umbauten von Ökonomiegebäuden in Wohnraum und Selbstnutzung freier Flächen werden in die Überlegungen mit einbezogen. Sie können unter besonderen Voraussetzungen bezuschusst werden.

„Wichtig ist zu wissen, dass kostenlose Auskünfte von sachkundigen Personen ohne Verpflichtungen möglich sind“, sagte Ortsvorsteher Dieter Fehrenbacher. Ortschaftsrat Rolf Schütz will in dem Programm aber auch die Stärkung und Sicherung der Infrastruktur und der Nahversorgung abgedeckt wissen. Das Programm läuft noch bis Ende 2018.

Die alte Bundesstraße 31 bleibt die kostspielige Problemmeile des Ortes. Dies wurde bei den ersten Vorberatungen des Etats 2018 einmal mehr deutlich. So kommt zu den Maßnahmen um den Kreisverkehr am östlichen Ortseingang, der Gestaltung des Adler-Platzes und der Lösung der Abwasserprobleme im unteren Teil der Freiburger Straße nun auch die Erneuerung der Posthausbrücke innerhalb der nächsten beiden Jahre hinzu.

In ersten Verhandlungen mit dem Bund konnte auch schon ein brauchbarer Kompromiss über die Kostenteilung erzielt werden. Während die Brücke als Gemeindeverbindungsweg eine weniger tragfähige Konstruktion sein müsste, erfordert das Projekt bei der Nutzung als Tunnel-Umleitungsstrecke eine wesentlich stabilere Bauart. Bis zur Verwirklichung ist die Passage der Brücke nur noch im Einbahnverkehr möglich.

Nicht nur die Fahrzeuge drehen sich seit 15 Jahren um die Insel bei der Ortseinfahrt, auch die Beratungen um eine kostengünstige Möglichkeit zur ganzjährig schmucken Gestaltung dieses Ortseingangs drehen sich seit Langem im Kreis. Vor den weiteren Schritten ist nun aber zuerst mal ein Sicherheitsaudit für 3000 Euro notwendig, so Ortsvorsteher Dieter Fehrenbacher.

An erster Stelle der Prioritätenliste des Etatentwurfs steht aber die Pflasterung der Wege beim neuen Baumbestattungsareal auf dem Friedhof. Ganz oben in die Prioritätenliste eingeordnet ist natürlich auch der Restausbau des Radwegs nach Mundelfingen. Die Fortsetzung der Sanierung am Kindergarten hänge von der Kirchengemeinde und den Kostenträgern ab.

Weiter dranbleiben will der Ort auch in Sachen Schallsegel in der Gauchachhalle. Allerdings soll es eine billigere Möglichkeit werden, als die momentan eingesetzten 48 000 Euro. Die Erschließung des letzten Abschnitts des Baugebiets „Hofwiesen“ – derzeit stehen noch drei Bauplätze zur Verfügung – steht ebenfalls auf dem Wunschzettel.

Einen fast schon persönlichen Wunsch legte Ortsvorsteher Fehrenbacher nach. Der sähe die Rathaus-EDV gerne auf einen neueren Stand gebracht. Dafür stellte er 3000 Euro in den Plan ein.