Skat, das spannende Kartenspiel, wird auch in Bräunlingen seit Generationen gespielt. Dabei wurde das Spiel mit den 32 Karten, den Assen, dem Reizen und dem Duell zwei gegen eins in privaten Runden ausgetragen. Eine dieser nicht organisierten Skatgruppen traf sich regelmäßig zum Spiel im "Löwen".

Anfang der 1990er Jahre kam in dieser Runde die Idee auf, doch einen echten Skatverein im alten Zähringerstädtchen zu gründen. Nach einigen Aufrufen hatte sich gezeigt, dass das Interesse am Skatspiel in Bräunlingen vorhanden war. Man forcierte das Vorhaben und lud zur Gründungsversammlung ein. Aus der Taufe gehoben wurde der Skatclub Herz-AS. 25 Jahre ist das nun her.

In den Jahren nach der Gründung stieg die Mitgliederzahl zwischenzeitlich auf über 40 Personen, später waren es dann nur noch unter 30 Spieler. Aktuell hat der Verein 26 aktive Mitglieder. Der Vorsitzende Wolfgang Busse zeigte sich mit dem aktuellen Zustand des Vereins sehr zufrieden, sei doch das Skatspiel inzwischen "fester Bestandteil der Vereinslandschaft in Bräunlingen".

25 Jahre später: Die Jubiläumstour führt die Bräunlinger Skatspieler zu zwei unbeschwerten Tagen an den Kaiserstuhl.
25 Jahre später: Die Jubiläumstour führt die Bräunlinger Skatspieler zu zwei unbeschwerten Tagen an den Kaiserstuhl. | Bild: Dagobert Maier

Die Mitglieder stellen allerhand auf die Beine. Neben den wöchentlichen Spielabenden, die dienstags um 19.30 Uhr in der Weinstube stattfinden, werden auch Vereinsmeisterschaften, die Stadtmeistertitelkämpfe und der Weihnachtspokal organisiert. Ausdauer und Üben führte auch zu Erfolgen. Etliche Bräunlinger Skatspieler haben in den vergangenen Jahren baden-württembergische Meisterschaften mit der Mannschaft und im Einzel erreicht.

Am vergangenen Wochenende feierten die Skatspieler ihr Vierteljahrhundert Skatclub mit einem mehrtägigen Ausflug am Kaiserstuhl. Besucht wurde die badische Weinkönigin in Vogtsburg, es folgten eine Traktorfahrt mit Weinprobe und als nächster Höhepunkt eine Bootsfahrt im Naturschutzgebiet Taubergießen, wo es am Ende viel Wasser von oben gab. Wie Sekt gekeltert wird, lernten die Bräunlinger bei einer Führung durch die Gänge der Sektkellerei Geldermann und was alles in eine Schwarzwälder Kirschtorte muss, ließen sie sich in Feldberg zeigen, wo sie auch dem Schnapsmuseum einen Besuch abstatteten. Ihre Karten, so versicherten die Jubilare, hätten sie beim Ausflug nicht dabei gehabt.