Dadurch soll mehr Raum für intelligente Produkte und digitalisierte Prozessabläufe geschaffen werden. Für Kosten von 4,6 Millionen Euro, einschließlich der Maschinen, werden die digitale Produktion und Logistik verbessert, was auch neue Arbeitsplätze schafft. Eine Niedrigenergiefußbodenheizung und intelligente Abwärmenutzung sowie ein Blockheizkraftwerk, soll Einsparpotenziale nutzen. Die Zeit bisher notwendiger Provisorien und angemieteter Ausweichquartiere soll nun beendet werden.

Der erste Spatenstich für das Neubauvorhaben wurde vor einigen Wochen gesetzt. Bis 2019 und damit rechtzeitig zum 50-jährigen Bestehen, wird sich das Unternehmen durch das neue Betriebsgebäude sowie der Produktionshalle um rund vierzig Prozent Arbeitsfläche erweitert haben.

Die Bauarbeiten für die neuen Gebäude sind derzeit in vollem Gange. Bis 2019 sollen die Neubauten bereits fertiggestellt sein.
Die Bauarbeiten für die neuen Gebäude sind derzeit in vollem Gange. Bis 2019 sollen die Neubauten bereits fertiggestellt sein. | Bild: Bedrunka und Hirth

Das Neubauvorhaben sei dringend notwendig für die digitalisierte Produktion und Logistik, schaffe zudem beste Voraussetzungen für neue Produktlinien, modernes Online-Marketing sowie zusätzliche Arbeitsplätze. "Unser Unternehmen hat sich vom Blechbearbeiter zu einem intelligenten Betriebseinrichter und Softwareanbieter entwickelt", unterstrich Geschäftsführer Ludwig Kellner die Entwicklung der zurückliegenden Jahre.

Der symbolische Spatenstich setzt den Startpunkt für die Neubaumaßnahme. Das Bild zeigt. Generalunternehmer Bernd Müller (von links), Bedrunka und Hirth-Geschäftsführer Ludwig Kellner, Marketingleiterin Lea Kellner, Produktionsleiter Jürgen Zimmermann und Christoph Volz von der gleichnamigen Hoch- und Tiefbaufirma. Bilder: Bedrunka und Hirth</span>
Der symbolische Spatenstich setzt den Startpunkt für die Neubaumaßnahme. Das Bild zeigt. Generalunternehmer Bernd Müller (von links), Bedrunka und Hirth-Geschäftsführer Ludwig Kellner, Marketingleiterin Lea Kellner, Produktionsleiter Jürgen Zimmermann und Christoph Volz von der gleichnamigen Hoch- und Tiefbaufirma. | Bild: Bedrunka und Hirth

Schon frühzeitig habe sich die Firma Bedrunka – Hirth auf digital vernetzte Systeme eingestellt. So konfigurieren die Kunden online ihre Schranksysteme oder lassen sich die Einrichtung einer Werkshalle planen und modellieren. Diese Daten werden dann in die Bräunlinger Produktion übernommen und der Kunde begleitet die Fertigung vom Zuschnitt, über die Montage bis hin zur Auslieferung und Einrichtung.

Der Neubau wird aber nicht nur neuen Platz schaffen und die Produktion an die Datenautobahn anschließen, sondern soll auch Kosten senken. Das gilt vor allem für die Blechbearbeitung, nach wie vor Herzstück der Produktion, die in der neuen Halle mit der Größe eines Fußballfeldes Platz finden wird.

"Die optimierten Arbeitsabläufe werden den Materialverschnitt deutlich reduzieren", sagt Ludwig Kellner. Deutliche Einsparpotenziale bietet auch der Energiebereich den bisher angemietete Betriebsgebäude wurden konventionell mit Heizöl beheizt.

Der erste Bauabschnitt begann mit dem dreigeschossigen Betriebsgebäude, das neben Verwaltungsräumen über eine 300 Quadratmeter große Ausstellungshalle verfügt. Der zweite Bauabschnitt ab Juli 2018 umfasst die neue Werkshalle mit Blechnerei und Warenanlieferung. Im Erdgeschoss befindet sich ein Montagebereich, an den sich die neue Versandhalle anschließt.