Denn inzwischen sind bei einer Exportquote von 42 Prozent Lacklösungen aus Döggingen weltweit in 52 Ländern im Einsatz. So berichtete der kaufmännische Geschäftsführer Rainer Frei nicht ohne Stolz von einem Rekordumsatz von 132 Millionen Euro bei einer Wachstumsrate von 6,6 Prozent. Dieses Wachstum brachte die Produktion an ihre Kapazitätsgrenze und forderte im zu Ende gehenden Jahr auch den gewaltigen Einsatz aller inzwischen 512 Mitarbeiter. So bat Rainer Frei um Verständnis für den vorläufig zeitlich begrenzten sieben Tage umfassenden 24-Stunden Betrieb, gelte es doch, die Kundschaft auch bei derartigen Engpässen zufriedenzustellen. Entspannung erhofft man sich durch die bereits angelaufene größte Investition in der Firmengeschichte, die räumliche Erweiterung der Pulverlackproduktion. Auch mit kleineren Investitionen passte man sich der steigenden Mitarbeiterzahl, es wurden während des Jahres 50 zusätzliche Personen eingestellt, an.

Der Technische Geschäftsführer Hans-Peter Frei erinnerte nicht nur an einige neue Großkunden, sondern auch an die große Geburtstagsparty im September, aber auch an Werbeauftritte in Schulen und Lehrstellenbörsen zur Gewinnung von Nachwuchskräften, setzt man doch große Stücke auf eine qualifizierte Ausbildung. 15 Auszubildende starteten im September ihre Lehrzeit bei der Firma Freilacke und festigten die Ausbildungsquote von annähernd zehn Prozent.

Investiert wurde auch in eine neu gestaltete Kantine, im Außenbereich entstanden neue Pausenplätze, Büro- und Besprechungsräume-Erweiterungen sorgten für mehr Platz in der Verwaltung. Erinnert wurde in Bild und Ton an die Arbeitsjubilare, allen voran Renate Strohmayer, Ursula Zahn und Dominique Heintschel für deren 45-jährige Betriebstreue.

Die als Geburtstagsparty organisierte Betriebsfeier wurde einmal mehr musikalisch eingeleitet vom Frei-Orchester, ehe Beirat Adolf Baumann, Bürgermeister Jürgen Guse, Ortsvorsteher Dieter Fehrenbacher und IHK-Geschäftsführer Thomas Albiez Grüße und Glückwünsche überbrachten. Zur Geburtstagsparty lieferte ein Firmenchor ebenso seinen Beitrag wie ein schwungvolles Ballett junger Mitarbeiterinnen. Musikalisch rundete „Miss Müllers Mucke-Band“ den Abend mit flotter Tanzmusik ab.

 

90er-Polka

Als einer der vielen Talente zeigt sich Laborant Christoph Gleichauf nicht nur im Umgang mit Farben und Lacken gewieft, als Dirigent und Komponist sorgte er an diesem Abend für eine musikalische Premiere. Eigens für diese Jubiläums-Weihnachtsfeier hatte dieser Vollblutmusiker aus Aasen aus Anlass des 90-jährigen Firmenbestehens die "90er-Polka" komponiert und mit seinem Auftritt für eine umjubelte Uraufführung gesorgt.