Stefan Ettlich sitzt in seinem Büro im Rathaus II neben dem Ordnungsamt und telefoniert mit dem Büro des Bürgermeisters. Was in den meisten Fällen selbstverständlich erscheint, war es bei weitem nicht, als der neue IT-Leiter seine neue Stelle in Blumberg antrat. Doch Stefan Ettlich liebt Herausforderungen, er wollte zudem „eine Aufgabe haben, wo man sieht, was man geleistet hat.“

Ein Teil der Familie kommt aus Blumberg

An der Stelle in Blumberg habe ihn gereizt, dass ein Teil seiner Familie von hier kommt, außerdem die schöne Gegend: „Ich arbeite dort, wo andere Leute Urlaub machen“. Und ihn habe gereizt, dass Blumberg durch den Glasfaserausbau „bei der Internetverbindung ganz vorne mit dabei ist“, und dass für Bürgermeister Markus Keller die Digitalisierung ein Schwerpunkt ist.

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Der Anfang am 1. April, mitten in der Corona-Hochzeit, war denkwürdig. Die Telefonanlage der Stadtverwaltung war veraltet, die Kapazität reichte bei weitem nicht aus. „Bedingt durch technische Veränderungen des Anbieters konnten wir in der ganzen Verwaltung nur auf acht Kanälen gleichzeitig telefonieren“, schildert Stefan Ettlich. „Jetzt haben wir für die rund 60 Angestellten im Kernbereich 16 Kanäle zur Verfügung.“ Die Telefonanlage hatte Bürgermeister Markus Keller dem neuen IT-Leiter als oberste Priorität vorgegeben.

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Der nächste Schritt ist die Erneuerung der Hardware der Rathaus-Mitarbeiter, für Stefan Ettlich und sein Team ein großes Thema, wie er sagt. „Die alten Rechner produzieren aufgrund des Alters so viele Ausfälle, dass ein normales Arbeiten ohne ständige Betreuung und Unterstützung nicht mehr möglich ist.“ Diese Erneuerung betrifft die Endgeräte in den Büros sowie die gesamte Serverlandschaft im Rathaus. An den Servern im Rathaus hängen unter anderem auch die Schulen und Kindergärten sowie die Telefonanlage, alles, was städtisch ist, „eigentlich alles, was Datenbankprozesse sind“, beschreibt es Stefan Ettlich.

WLan für Bauhof und Feuerwehr

Zum Thema Hardware gehört für ihn auch dazu, etliche Büros und städtische Einrichtungen mit WLan auszustatten. Zu den Einrichtungen zählen unter anderem das Wasserwerk, das Klärwerk, der Bauhof, die Feuerwehr, die Stadtbibliothek, das Panoramabad, der Friedhof und die Museumsbahn. „Wir haben ein Konzept erarbeitet, wie wir das so umstellen können, dass wir mit moderner Technik arbeiten können und das Ganze trotzdem nicht so viel kostet.“ So wollten sie auch Notebooks anschaffen, „damit wir mobil arbeiten und auf Anforderungen wie in Corona-Zeiten flexibler reagieren können.“

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Stefan Ettlich fühlt sich an seinem Arbeitsplatz und in Blumberg wohl. „Die Digitalisierung schreitet unaufhörlich voran, es ist schön zu sehen, dass wir vorne mit dabei sind.“ Wenn alles gut geht, werde die WLan-Ausstattung in den nächsten Monaten erfolgen. Bis Ende des Jahres hofft der IT-Leiter, dass sie auch einen Großteil der neuen Hardware beschafft haben. „Deshalb war es gut, dass der Gemeinderat uns die 200.000 Euro bewilligt hat“, 120.000 Euro mehr als ursprünglich geplant.