„Einigkeit macht stark“, resümierte Epfenhofens Bürgermeister Alois Rösch nach dem Anschluss an die Stadt Blumberg zum 1. Januar 1971. Bei der Bürgeranhörung am 29. November 1970 hatten 139 von insgesamt 205 Wahlberechtigten gewählt und 88 für Blumberg gestimmt.

Am ehemaligen Standort der Zollhundeschule wurde das Bürgerhaus Biesental gebaut. Die beiden Wohnhäuser daneben blieben bestehen. Bild: Conny Hahn.
Am ehemaligen Standort der Zollhundeschule wurde das Bürgerhaus Biesental gebaut. Die beiden Wohnhäuser daneben blieben bestehen. Bild: Conny Hahn.

„Epfenhofen kann dabei nur gewinnen“, schilderte Rösch die positive Grundstimmung, nachdem anfängliche Bedenken seiner Gemeinderäte wegen der Absenkung des Wasserzinses und der Grundsteuer auf Blumberger Verhältnisse ausgeräumt werden konnten.

Der Eingliederungsvertrag wurde noch im Dezember unterzeichnet. Die Stadt Blumberg unter Bürgermeister Werner Gerber übernahm alle Rechte und Pflichten der ehemals selbständigen Gemeinde Epfenhofen und sagten wichtige Infrastrukturmaßnahmen zu. Alois Rösch trat sein Amt als Bürgermeister von Epfenhofen nach 22 Jahren ab und war noch bis 1974 als Ortsvorsteher tätig, bis ihm Siegfried Leingruber für zehn Jahre folgte.

Seit der Eingemeindung hat sich am Erscheinungsbild einiges verändert, dank der Finanzkraft der Stadt Blumberg waren etliche Investitionen möglich: Die bis 1961 betriebene ehemalige Zollhundeschule wurde 1973 gekauft und in ein Gemeinschaftshaus mit einem eigenen Raum für jeden Verein umfunktioniert und später zum Bürgerhaus Biesental erweitert.

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1975 folgten der Neubau der Friedhofskapelle und Einsegnungshalle, 1982 wurde der Sportplatz eingeweiht. Die Ortskanalisation wurde ausgebaut und an das Klärwerk Fützen angeschlossen, wodurch das langersehnte Neubaugebiet Haldenäcker realisiert werden konnte. 1994 erfolgte mit der Einweihung der Ortsumfahrung ein Meilenstein, das Dorf wurde vom Durchgangsverkehr mit viel Schwerlastverkehr befreit.

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