Seit dem 1. Juli gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung, die neue Regelungen aber auch Lockerungen für Vereine beinhaltet. Blumbergs Hauptamtsleiterin Nicole Schautzgy und deren Rathaus-Kolleginnen Lena Hettich, Sina Lossau und Laura Fuhrer brachten bei einem Informationstermin für Vereinsvertreter in der Stadthalle Licht ins Dunkel der neuen Vorschriften.

Wer Platz genommen hat, muss keine Gesichtsmaske mehr tragen: Zahlreiche Vereinsvertreter ließen sich in der Stadthalle darüber informieren, wie sich die neueste Corona-Verordnung auf das Vereinsleben auswirkt.
Wer Platz genommen hat, muss keine Gesichtsmaske mehr tragen: Zahlreiche Vereinsvertreter ließen sich in der Stadthalle darüber informieren, wie sich die neueste Corona-Verordnung auf das Vereinsleben auswirkt. | Bild: Roger Müller

Die neue Corona-Verordnung macht es den Vereinen jetzt wieder möglich, Jahreshauptversammlungen abzuhalten und den Trainingsbetrieb aufzunehmen. Unter bestimmten Voraussetzungen können sogar Sportwettkämpfe ausgerichtet werden, sogar in sogenannten Kontaktsportarten. Zu diesen Bedingungen zählen Hygienevorschriften und das Training muss dokumentiert werden. Zunächst einmal müssen die Vereine aber ein Hygienekonzept erstellen, das sie der Stadt vorlegen müssen. Wenn dieses alle erforderlichen Maßnahmen der Corona-Verordnung abdeckt, dann gibt‘s grünes Licht aus dem Rathaus.

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Im organisierten Trainings- und Übungsbetrieb kann von der Abstandsregel abgewichen werden, sofern das die für die Sportart üblichen Sport-, Spiel- und Übungssituationen erfordern. Abseits des Sportbetriebs ist der Abstand von mindestens 1,5 Metern aber weiter einzuhalten. Die maximale Gruppengröße für den Trainings- und Übungsbetrieb ist entsprechend der generellen Corona-Verordnung auf 20 Personen beschränkt. Bei Trainings- und Übungsformen, in denen ein andauernder körperlicher Kontakt erforderlich ist, sind feste Trainings- und Übungspaare zu bilden, zum Beispiel bei Kampfsportarten.

Nicole Schautzgy, Hauptamtsleiterin, rät von Chorproben ab: „Auch hier müssen zwei Meter Abstand gehalten werden. Doch aufgrund des teils höheren Alters der Sänger würde ich das aktuell nicht machen.“
Nicole Schautzgy, Hauptamtsleiterin, rät von Chorproben ab: „Auch hier müssen zwei Meter Abstand gehalten werden. Doch aufgrund des teils höheren Alters der Sänger würde ich das aktuell nicht machen.“ | Bild: Roland Sigwart

Jetzt dürfen auch wieder maximal 100 Sportler an einem Wettkampf teilnehmen. Und Zuschauer dürfen ihre Mannschaft wieder anfeuern, deren Maximalzahl liegt bei 100 – wobei auch hier das Abstandsgebot gilt.

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Für Musikverein und Chöre wäre eine speziellen Corona-Verordnung wünschenswert, doch es gibt keine. Deshalb hat die Stadt für diese Fälle eigene Vorschriften aufgestellt. Danach fordert sie einen Mindestabstand von zwei Metern von Person zu Person und beim Betreten von Übungsräumen gilt die Maskenpflicht, bis man auf seinem Platz sitzt. Auch soll das Kondenswasser aus Blasinstrumenten aufgefangen werden. Der Ausschank von Getränken während und nach dem Probenbetrieb soll vermieden werden. Chöre stünden laut Nicole Schautzgy vor einer großen Herausforderung: „Auch hier müssen zwei Meter Abstand gehalten werden. Doch aufgrund des teils höheren Alters der Sänger würde ich das aktuell nicht machen.“ Zudem müssen geeignete Räumlichkeiten gefunden werden. Das dürfte sich problematisch gestalten, denn selbst in der Stadthalle reicht der Platz gerade mal für 80 Besucher beziehungsweise Teilnehmer – wenn die Abstandsregel eingehalten wird. Normalerweise kann das Wohnzimmer der Stadt Blumberg für 300 Gäste bestuhlt werden.

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Und wie sieht‘s für die Vereine in Sachen Generalversammlungen aus, die meist in der Zeit zwischen der Fasnacht und Ostern stattfinden und dieses Jahr nahezu komplett ausgefallen sind? Hier gibt es zwar jetzt auch Lockerungen, denn bis zu 100 Personen können wieder zusammenkommen. Doch aufgrund der Einhaltung der Abstandsregel müssen hier erst einmal geeignete Räume gefunden werden. Falls die Vereinsräumlichkeiten an ihre Kapazitätsgrenze kommen, dürfe man sich gerne an die Stadt wenden, hieß es am Dienstag. Auch für Veranstaltungen gibt es seit dem 1. Juli Lockerungen, bis zum 31. Juli dürfen bis zu 100 Personen unter Einhaltung der Abstandsregel wieder zusammenkommen. Und sogar 250 Personen, wenn es feste Sitzplätze und ein festes Programm gibt.

Ab dem 15. Juli ist auch wieder die Vermietung von Hallen und Hütten seitens der Stadt möglich. Aber nur mit maximal 20 Personen. Allerdings sind die Hallen über die Sommerferien aufgrund von Reinigung und Wartungsmaßnahmen geschlossen. „Alle Vereine, die jedoch schon in den Jahren zuvor etwas früher als zum Ferienende in den Hallen waren, für die gilt das auch dieses Jahr“, versichert Schautzgy.

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Aus den Reihen der Vereinsvertreter wurden gegen Ende des Infoabends Fragen gestellt, die nicht sofort beantwortet werden konnten. Das Team aus dem Rathaus nahm sie auf und versicherte, in den nächsten Tagen Rückmeldung zu geben.