Wie viele andere Vereine auch, litt die Frauengemeinschaft in den vergangenen Jahren zunehmend am Problem der Überalterung. Der Verein zählte zuletzt 71 Frauen, wovon ein Großteil jedoch bereits das Alter von 70 Jahren überschritten hatte.

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Einige davon wollten ihre Mitgliedschaft nicht mehr weiter fortführen, da es ihnen ein Dorn im Auge war, dass ab Oktober diesen Jahres der zusätzliche Beitritt in den kfd-Bundesverband verpflichtend würde.

Ära endet nach 36 Jahren

Nach 36 Jahren geht in Blumberg eine Ära zu Ende: Die katholische Frauengemeinschaft (KFD) wird aufgelöst. Dies war das Ergebnis einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in der Stadtkirche Sankt Andreas, bei der sich keine Nachfolger für die Besetzung der zur Wahl stehenden Vorstandsämter fanden.

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Die bisherigen Amtsinhaber durften sich nicht mehr zur Verfügung stellen, denn laut den Statuten des Dekanats dürften die Vorstandsmitglieder nicht länger als zwölf Jahre im Amt sein, so die bisherige Vorsitzende Carola Schmieder, die den Verein im Duo mit ihrer Vorstandskollegin Karin Eichler führte.

Dekanat bremst Wiederwahlmodus

Die meisten von ihnen seien bereits seit über 30 Jahren im Vorstand aktiv gewesen und hätten nur hin und wieder die Funktionen innerhalb des Gremiums gewechselt. Einer weiteren Wiederwahl schob nun jedoch das Dekanat mit Verweis auf die Satzung einen Riegel vor.

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Als sich keine Frauen fanden, die den Verein aktiv weiterführen und Verantwortung für die Positionen der Vorstandsämter übernehmen wollten, blieb als einzige Konsequenz nur die Auflösung des Vereins. Die Mitglieder des Helferteams, aber auch Pfarrer Karlheinz Brandl sowie Ekkehard Faller erhielten ein Präsent und Blumen und auch für alle Mitglieder gab es als kleines Dankeschön für ihre langjährige Treue eine Blume sowie einen bemalten Stein mit einem Spruch als Erinnerung.

„Unser Ziel war es immer, für die Frauen in der Gemeinde da zu sein und wir hatten dabei immer ein sehr schönes Miteinander“, blickte Carola Schmieder wehmütig zurück. Gerne denke sie an die vielen Aktivitäten zurück. Neben den monatlichen Treffen gehörten dazu Wortgottesdienste, Andachten, gemeinsame Spiel- und Bastelabende oder Ausflüge. Ein besonderes Highlight sei immer die Frauenfastnacht im Saal unter der Kirche gewesen.

Neustart wäre jederzeit möglich

Trotz der Auflösung, gäbe die Möglichkeit, die Gemeinschaft zu reaktivieren, wenn sich jüngere Mitglieder für die Vorstandsämter fänden, so Carola Schmieder. Zudem ist es auch nach Auflösung der Blumberger KFD möglich, dem Bundesverband der KFD als einziges Mitglied anzugehören.