Pünktlich um 12 Uhr mittags hat es die Blumberger Schützengesellschaft am Neujahrstag traditionell kräftig knallen lassen. Mit zwölf Salven wurde am abgesperrten Buchbergrand oberhalb des Friedhofes das neue Jahr begrüßt. Mit zwei Kanonen wurden die zwölf Böller synchron abgefeuert. Die vom Ordnungsamt zuvor genehmigte Veranstaltung lief problemlos ab.

Kleiner Kreis an Uniformierten

Mit dem Ruf „Salve frei, gebt Feuer“ gab Sportleiter Michael Wenzel, der an diesem Tag gleichzeitig seinen 50. Geburtstag feierte, das Kommando. Der Vereinsvorsitzende Jörg Spada und Schützenmitglied Markus Behrendt waren als Kanoniere im Einsatz.

Die Blumberger Schützengesellschaft startete mit dem traditionellen Böllerschießen in das neue Jahr 2022, von links: Jörg Spada, Michael Wenzel, das Maskottchen Jonas Behrendt und Markus Behrendt.
Die Blumberger Schützengesellschaft startete mit dem traditionellen Böllerschießen in das neue Jahr 2022, von links: Jörg Spada, Michael Wenzel, das Maskottchen Jonas Behrendt und Markus Behrendt. | Bild: Hans Herrmann

Mit ihrer nostalgischen Uniform mit Säbel und Munitionstaschen strahlten sie festliche Würde aus. Die alte Kluft konnte dank Unterstützung der Stadt Blumberg zum 100-jährigen Bestehen vor elf Jahren angeschafft werden und wird zum Böllern alljährlich stolz präsentiert. Mit reichlich Qualm und lautem Knall wird so das neue Jahr mit einer Salve für jeden Monat eingeläutet.

Seit mehr als 30 Jahren

Einige wenige Vereinsmitglieder hatten sich zu dieser Zeremonie eingefunden und sorgten nach dem letzten Schuss für den verdienten Beifall. Dieser Jahresauftakt wurde in den vergangenen Jahren am Stadtrand auf dem Parkplatz des Ärztehauses an der Winklerstraße mit zahlreichen Zuschauern und Glühwein ausgetragen.

Seit nun über 30 Jahren findet dieser spektakuläre Akt bereits statt. Auf Eigeninitiative der Schützengesellschaft durfte das Neujahrsschießen zum Jahresauftakt 2022 außerhalb der Stadt und ohne Publikum ausgetragen werden – coronabedingt.

Strenge Regeln für Sicherheit

Sicherheitsmaßnahmen haben bei diesem Ritual oberste Priorität. Die Schützen müssen Inhaber eines Pulverscheins sein, der alle zwei Jahre per Nachweis von Aktivitäten verlängert werden kann. Auch die eingesetzten Kanonen unterliegen einer strengen Kontrolle. Alle fünf Jahre müssen sie beim Schussamt in Ulm vorgeführt werden. Mit schwerer Überladung wird hier die Funktion überprüft.

Die Schützengesellschaft nimmt diese amtlichen Vorschriften gern in Kauf: „Wir wollen diese Tradition unbedingt weiter fortführen“, sagt der Vorsitzende Jörg Spada. 2021 war das Neujahrsschießen der Pandemie zum Opfer gefallen.