Beim Blumberger Jahrhundertprojekt Schulcampus sind die Roharbeiten so gut wie beendet. In den letzten Tagen vor der Weihnachtspause soll das Millionenobjekt noch winterfest gemacht werden. Aufgrund der guten Wetterlage ist es gelungen, die Maßnahme nahezu dem Bauzeitenplan entsprechend zu realisieren.

Drei bis vier Wochen Bauzeitverzögerung

Bauamtsleiter Uwe Veit sieht das Zeitfenster fast eingehalten. „Wir haben momentan aufgrund von Lieferengpässen und verspäteter Materialanlieferung lediglich eine leichte Bauzeitverzögerung von zirka drei bis vier Wochen“, erklärt er. „Zum Jahresende werden die weiteren Fenster montiert und das Dach abgedichtet“, so Veit. Nach der Frostperiode starten seinen Aussagen zufolge die Installationsarbeiten (Heizung, Lüftung, Sanitär und und Elektro) und anschließend wird das Gewerk Trockenbau begonnen.

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„Nach dem Bauzeitenplan ist die Fertigstellung des Schulcampus auf Frühjahr/Sommer 2024 vorgesehen“, schaut Veit nach vorn. „Dazu wurde die Kostenrechnung aus dem Jahr 2020 in der Gemeinderatsitzung am 23. September aktualisiert und den gestiegenen Preisen sowie der Energiesituation angepasst“, stellt er auch finanzielle Planungssicherheit fest.

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In einer Sitzung des Sonderausschusses „Schulcampus“ wurden am vergangenen Donnerstagabend die auszuschreibenden Bauabschnitte der Außenanlagen beschlossen. Nach der Vorstellung der notwendigen Ausführungsarbeiten entschied das Gremium, die Außenmaßnahmen in drei Bauabschnitte zu unterteilen.

Das beauftragte Büro, die Landschaftsarchitekten Wiederkehr aus Nürtingen, stellte das überarbeitete Konzept vor. Dabei ging es nicht nur um die Gestaltung von Freiräumen, sondern auch um die Übernahme von sozialer und ökologischer Verantwortung. Aspekte der Nachhaltigkeit, gepaart mit einem bewussten Ressourcen-Management, sind hier zeitgemäße Grundlagen. Die Projektleiterin und Landschaftsarchitektin Hanna Wildboer ging detailliert auf die einzelnen Maßnahmen ein.

Selig befürwortet Retentionsmulde

Bis auf die Änderung mit dem Übergang der Retentionsmulde zur Straße lösten die Vorschläge nur wenig Diskussionen aus und stießen auf Zustimmung. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Selig stellte die Notwendigkeit der Retentionsmulde infrage. Durch die eingefügten Grünflächen werde statt eines Direktabflusses von Regenwasser die Muldenversickerung angewendet, so Landschaftsarchitekt Klaus Wiederkehr. Auch auf die Gefahr der Vermüllung der Mulden wurde aus der Versammlung hingewiesen.

„Mit drei- bis vierwöchiger Zeitverzögerung aufgrund von Lieferengpässen liegen wir beim Schulcampus gut im Zeitplan.“Uwe ...
„Mit drei- bis vierwöchiger Zeitverzögerung aufgrund von Lieferengpässen liegen wir beim Schulcampus gut im Zeitplan.“Uwe Veit, Bauamtsleitung, Stadtverwaltung Blumberg | Bild: Roland Sigwart

Auf Antrag von Bürgermeister Markus Keller beschloss der Ausschuss dann aber dennoch, dass diese biotopähnlichen Mulden eine gute optische Einpassung mit wenig Pflegeaufwand bilden und daher zu begrüßen sind. Für den Fraktionssprecher der „Freien Liste“, Johannes Jettkandt, sind Auflockerungen auf einem Schulhof unbedingt notwendig.

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Projektleiterin Hanna Wildboer ging auch auf die vergrößerten Müllstandorte mit Lagerflächen im Außenbereich ein. Die abgestimmte Materialauswahl, etwa mit großformatigem Plattenbelag aus Betonwerkstein oder Granitpflaster, sowie das Einbringen verschiedener Hochbeete fanden Zustimmung. Auch die Planung der Spielbereiche mit einem Hindernis-Parcours im westlichen sowie einem Kletterzirkel im östlichen Bereich wurden abgesegnet.

Die Ausschreibungen für den südöstlichen Komplex der Außenanlagen (874.000 Euro Kosten) sowie im Westbereich (255.000 Euro) sollen bis Februar 2023 veröffentlicht werden. Der dritte Bereich, in dem momentan noch der Schulcontainer steht, folgt später mit einem Aufwand von 250.000 Euro.