Die Sängerin Michelle verdankte ihm ihren Karrierestart, auch viele Tanzmusikfreunde in der Region erinnern sich noch an Hanspeter Nolden und an die Band Pegasus. Am 10. Juli starb der Blumberger Musiker im 75. Lebensjahr an einer schweren, unheilbaren Krankheit, wie Norbert Hinsch, der frühere Manager von Pegasus, in einem Pressetext mitteilt.

Jürgen Waidele, hier am Akkordeon, holte Halspeter Nolden zu Jürgen Waidele‘s Conversation.
Jürgen Waidele, hier am Akkordeon, holte Halspeter Nolden zu Jürgen Waidele‘s Conversation. | Bild: Spille

Hanspeter Nolden wurde 1946 in Singen geboren und ging nach der Schulzeit als Heizungsbauer in die Lehre. Was ihn darüber hinaus auszeichnete war sein Musiktalent. So brachte er sich autodidaktisch das Spiel der Gitarre und Bassgitarre bei. Bald wurde er von dem Konstanzer Musiker Jürgen Waidele entdeckt, dessen Jazzformation Jürgen Waidele‚s Conversation heute noch einen legendären Ruf genießt.

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So gestärkt, gründete Hanspeter Nolden in Blumberg eine anfänglich als Country-Band auftretende Coverformation namens Pegasus. Mit dieser wiederum wurde der heute national und international bekannten Schlagersängerin Michelle, mit bürgerlichen Namen Tanja Hewer, aus Blumberg zum Start in ein erfolgreiches Leben verholfen. Nolden erkannte frühzeitig, sie war gerade mal 16 Jahre alt, ihr großes Talent und integrierte sie in die Band. Schnell wurde sie zum Liebling der tanzbegeistern Paare und sang sich mit ihrer hellen Stimme in die Herzen der Zuhörer im südbadischen Raum. Bei einem Schlagerfestival in Görwihl im Kreis Waldshut wurde sie von der Managerin und Schlagerinterpretin Christina Bach aus Niedereschach entdeckt und gefördert. Ihr neuer Künstlername war fortan Michelle.

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Hanspeter Nolden brachte sein musikalisches Talent auch an Fastnacht bei den Blumberger Burgpfeifern zum Einsatz und sein sportliches bei den Eichbergkeglern. Die Cover-Tanzband Pegagsus bestand anfangs aus den Musikern Hanspeter Nolden an Gitarre und E-Bass zugleich Leadsänger und Frontman, Harry Hoffmann an der Gitarre und Gesang, Franz Samson am Keybord und Akkordeon, Marek Strupinski am Schlagzeug, heute ein gefragter Lehrer für viele junge Musiker in Stadtmusikgruppen der Region und eben Tanja Hewer als Sängerin. Diese Tradition des Quintett wurde mit teilweise wechselnden Musikern und Sängerinnen beibehalten. So gehörten bis zum Ende 1999 abwechselnd weitere Musiker der Formation an. Armin Hall, Albert Held, Georg Behrendt, Walter Guderian, Norbert Hinsch (Management) und den Damen Alessandra, Carola und Rosi.

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