Die Malteser werden den Notarzt-Standort Blumberg erst zum 1. April 2021 übernehmen. Das bestätigte Daniel Hierholzer, stellvertretender Rettungsleiter für Baden-Württemberg, auf Anfrage. Ursprünglich sollte die in Blumberg viel diskutierte Übernahme schon zum 1. Januar 2021 erfolgen. Bis dahin werden die Blumberger Notärzte Rainer Holzke und Martin Humbach den Dienst weiterhin übernehmen.

Das Längehaus ist aufgrund der Vorgaben des zuständigen Bereichsausschuss künftig die Einsatzzentrale des Rettungsdienstes für die Südbaar und damit für die Raumschaften Blumberg und Geisingen.

Umbau der Wache dauert länger

Als Grund für die Verzögerung nannte Daniel Hierholzer den wegen der coronabedingten Kurzarbeit langsameren Baufortschritt der neuen Wache im Gebäude hinter dem Längehaus bei Riedöschingen. Ursprünglich hätten sie die neue Wache Mitte Dezember beziehen wollen, um sich dann dort auf die Übernahme des Notarzt-Standorts vorbereiten zu können.

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Die Entscheidung, den Standort erst zum 1. April zu übernehmen sei in dem Moment gefallen, „seit wir wissen, dass wir die Wache noch nicht beziehen können.“ Bis zum Bezug der Wache bräuchten sie noch ein bis zwei Monate, dann hätten sie bis zum April genügend Zeit, sich einzurichten.

Über den Notarzt-Standort Blumberg wurde viel diskutiert. Bei Notfällen im Raum Blumberg wie hier am 13. Mai 2019 auf der B 27 bei der Abfahrt Riedböhringen Süd war Notarzt Rainer Holzke schnell vor Ort. wie es künftig von der Wache am Längehaus aus sein wird, muss sich noch zeigen.
Über den Notarzt-Standort Blumberg wurde viel diskutiert. Bei Notfällen im Raum Blumberg wie hier am 13. Mai 2019 auf der B 27 bei der Abfahrt Riedböhringen Süd war Notarzt Rainer Holzke schnell vor Ort. wie es künftig von der Wache am Längehaus aus sein wird, muss sich noch zeigen. | Bild: Lutz, Bernhard

Informationen des SÜDKURIER, die Verzögerung sei auch dadurch bedingt, weil es schwierig sei, für diesen Dienst genügend Ärzte zu finden, widersprach der stellvertretende Rettungsleiter der Malteser. Sie hätten Personal, „das setzen wir an anderen Standorten ein.“ Zum Teil kämen die Mediziner auch später. Insgesamt blickt Daniel Hierholzer positiv nach vorne: „Zum Glück sind wir vorbereitet.“

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Bis zum 1. April werden die Blumberger Ärzte Rainer Holzke und Martin Humbach den Notarztdienst weiter ausüben. Die Verträge des zuständigen Bereichsausschusses der Kostenträger mit ihnen seien um ein Vierteljahr verlängert worden, sagte Martin Humbach auf Anfrage. Inwieweit er auch künftig, nach dem 1. April, noch an den Notarzt-Diensten beteiligt sein werde, müsse er erst noch mit den Maltesern verhandeln.

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Bürgermeister Markus Keller zeigte sich über das Engagement der Blumberger Ärzte froh, ganz besonders über den Einsatz von Rainer Holzke, der mit Abstand die meisten Dienste übernimmt. „Wir sind für jeden Tag dankbar, wo er den Notarztdienst übernimmt, er macht das wirklich gut.“