Zu unserem Bericht über die Einstellung von Riedböhringens Ortsvorsteher zum Thema Corona am 23. Dezember mit dem Titel „Ortsvorsteher sieht Corona anders“ schreibt ein Leser:

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Entweder-Oder schließt sich gegenseitig aus, wie Ortsvorsteher und Corona-Leugner. Wenn sich jemand, so wie Herr Fricker, für einen Ortsvorsteherposten entscheidet, dann muss er wissen, dass er damit ein Ehrenamt auf Zeit einnimmt und gleichzeitig ein Repräsentant des Staates und der Verfassung ist. In so einer Funktion gilt auch eine besondere Treuepflicht, unabhängig davon, ob es dem Amtsinhaber gefällt oder nicht. Herr Fricker hat mit seinem provozierenden und schamlosen Verhalten massiv dagegen verstoßen.

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Wenn sich Herr Fricker als Corona-Leugner outet und auch so handelt, dann gelten für ihn die Worte der Bundeskanzlerin aus der Neujahransprache: „Verschwörungstheorien sind nicht nur unwahr, sondern auch grausam und zynisch.“ Wenn jemand an einer Querdenkerdemo in Berlin teilnimmt, dann liebäugelt er mit einer Bewegung, die sich schon im Visier des Verfassungsschutzes befindet, die Corona-Einschränkungen mit „Anne Frank“ und „Sophie Scholl“ vergleicht und die mit rechtsradikalen Gruppierungen kokettiert, und wenn er dies noch mit selbst „gegoogelten“ Daten rechtfertigt, dann ist dies seine Privatangelegenheit, aber mit dem Amt eines Ortsvorstehers nicht tolerierbar.

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Hier ist auch keine statistische oder emotionale Betrachtungsweise erlaubt, hier geht es um einen politischen Fehltritt, der Konsequenzen haben muss. Wer als Ortsvorsteher von Riedböhringen mit so einer Arroganz und Überheblichkeit ausgestattet ist, der wird wohl kaum freiwillig von seinem Amt zurücktreten, deshalb ist eine geschlossene und kompromisslose Vorgehensweise, sowohl vom Riedböhringer Ortschaftsrat, dem Blumberger Gemeinderat und nicht zuletzt vom Blumberger Bürgermeister erforderlich. Von Politikern und Kommunalpolitikern erwarte ich KLARDENKEN statt QUERDENKEN und GEMEINSINN statt EIGENSINN.

Winfried Erhart, Donaueschingen