Hans Herrmann

Überlegungen zu energiesparenden Maßnahmen gehörten zur Sitzung des Gemeinderats am Dienstag. Diskutiert wurde insbesondere über Anträge der CDU-Fraktion, die Sprecher Dieter Seliger einbrachte. Über die empfohlene Umstellung von Straßenbeleuchtung auf LED mit zeit- und präsenzabhängigen Regelungen soll mit dem örtlichen Energieversorger der ESB über entsprechende Lösungen verhandelt werden.

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Unterschiedliche Meinungen gab es zur Installation von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden. Der evangelische Kindergarten Buchberg-Arche sowie das neue Feuerwehrgerätehaus in Achdorf wurde hier von der CDU-Fraktion als erste Maßnahme empfohlen. Nach regem Austausch sollen hier 200.000 Euro nach Umbuchungen aus dem Haushalt zur ersten Umsetzung bereitgestellt werden.

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Zur Debatte stand auch, geeignete Flächen für Solarfelder zur Verfügung zu stellen. Von allen Fraktionen war Zustimmung zu erkennen. „Auf der Gemarkung Blumberg sind hier zahlreiche Flächen geeignet,“ war sich der Gemeinderat einig. „Wir brauchen viel mehr regenerative Energie“, vertrat auch Bürgermeister Markus Keller eine klare Meinung. Auch ohne Abstimmung war ein gemeinsamer Konsens zu erkennen, das Thema im nächsten Jahr weiter zu verfolgen.

Bebauungsplan vor Umsetzung

Bekannt ist, dass im Raum Blumberg Bauplätze immer rarer werden. Nach dem Aufstellungsbeschluss kann in Riedböhringen der Bebauungsplan Aitental IV mit 16 neuen Bauplätzen umgesetzt werden.

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Viel Einstimmigkeit war bei der Gemeinderatssitzung von dem fast komplett versammelten Gremium festzustellen. Bestens vorbereitet gab es bei den verschiedenen Tagespunkten nur wenig Diskussionen und bei der positiv korrigierten Haushalsplanung 2023 war trotz der schwer einzuschätzenden Gesamtlage ein solides Fundament zu erkennen.

Zur Warnung und Entwarnung der Bevölkerung wurde die Lieferung und Montage von elektronischen Sirenenanlagen an die Firma Sonnenburg Electronic aus dem bayrischem Eggenfelden für 317.049,08 Euro in Auftrag gegeben. Diese werden auch für die Wartungsarbeiten aller 15 Sirenen für jährlich 4.462,50 Euro auf die kommenden fünf Jahre beauftragt. Im ersten Haushaltsentwurf 2023 wurden hier 450.000 Euro veranschlagt.

Wald wirft Gewinn ab

Die Bekanntgabe des forstwirtschaftlichen Betriebsplans 2023 war von ansprechenden Zahlen geprägt. Hier wird im Jahresetat ein beträchtliches Haben kalkuliert. Nach dem Überschuss bei der Holzernte mit 811.576 Euro wird nach Abzug hoher Verwaltungskosten und Bestandspflege ein Gewinn von 211.628 Euro erwartet.

Keine Verwendung für Lüftungsgeräte

Über den in der Sitzungsvorlage eingebrachten verbesserten Haushaltsplan standen weitere Fragen zur Diskussion. Einig war man sich darüber das die, auf Grund von Corona gemieteten Lüftungsgeräte für die Schulen keine Verwendung mehr benötigen. Als weiterhin ungelöstes Problem stellt sich der Heizung in der Mehrzweckhalle in Fützen dar. Aufgrund von Material-Lieferschwierigkeiten und fehlenden Handwerker sind noch keine Lösungen in Sicht.

Küchenantrag fällt durch

Ein weiterer Antrag der CDU Fraktion, die in die Jahre gekommene Küche der Feuerwehr Blumberg mit Renovierungskosten von 50.000 Euro zu bezuschussen, wurde nicht befürwortet. Bei Katastrophenfällen stehe hier die Küche in der Stadthalle sowie in der Mensa des zukünftigen Schulcampus zur Verfügung, war nicht nur von Bürgermeister Markus Keller zu hören. „Um die Nachhaltigkeit und Instandsetzung über einen längeren Zeitraum zu garantieren, wäre hier auch ein wesentlich höherer Betrag fällig. Dies ist im Haushalt 2023 nicht zu realisieren“, war Kellers Argument. Nach Einsprüchen von mehreren Seiten zog die CDU-Fraktion diesen Antrag zurück.

Im Abschluss wurden die Wirtschaftspläne für die Eigenbetriebe einstimmig abgesegnet. In einer separaten Sitzung wird das Jahrhundertprojekt Schulcampus am 8. Dezember im Gemeinderat behandelt.