In Riedböhringen können 24 neue Bauplätze entstehen. Einstimmig gab der Gemeinderat am Donnerstag dafür grünes Licht. Als Investoren für die Erschließung treten zum ersten Mal zwei Blumberger Bürger auf, der Riedböhringer Landwirt Arthur Fricker und Florian Fluck, Inhaber der im Gewerbegebiet Riedböhringen ansässigen Holzmanufaktur Fluck.

Die Idee

Florian Fluck stellte die Idee vor. Möglich machte dies der Umzug seiner Firma 2016 von Blumberg-Zollhaus nach Riedböhringen. Die Firma Fluck konnte sich vergrößern, hat jetzt fast 60 Mitarbeiter, ist im Wohnbau, Objektbau und Gewerbebau tätig und startet jetzt eine weitere Expansion mit Planungs- & Ingenieursleistungen sowie den Einstieg in Großprojekte: alles in Holz.

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Die 24 Bauplätze in Aitental IV haben eine Größe von 550 bis 850 m², alle Häuser haben eine West-Ausrichtung, „die Abendsonne scheint auf die Terrasse“, so Fluck, die Bebauung sei mit und ohne Untergeschoss möglich. Hausform und Dachart können die Bauherren selbst wählen.

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Als Anlass für die Privaterschließung nannte Florian Fluck mehrere Gründe: die Städte und Kommunen stemmen die Erschließungskosten nicht mehr selbst, weil dadurch langfristig „zu viel Kapital für Stadt“ gebunden werde und eine schlanke Organisation der Bebauung. Wenn der Privatinvestor nicht aktiv werde, werde es keine Bauplätze mehr geben, das Konzept werde sich in den nächsten Jahren vermehrt durchsetzen.

Die Philosophie

Es geht nicht um finanziellen Profit, sondern der Gesellschaft etwas zur
Verfügung zu stellen. Aus finanzieller Sicht bräuchten sie dies nicht zu machen, so Fluck, es gebe lukrativere Invests. Es bestehe kein Zwang, mit der Firma Fluck zu bauen. Die Grundstückspreise werden circa bei 150 Euro/m² liegen und sich an den Baulandpreisen der anderen Blumberger Ortsteile orientieren.

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Gebaut werden soll ökologisch, klimaneutral, entsprechend der Mindestanforderung KFW 40, mit Vortritt für Riedböhringer Bürger. Das Konzept soll im ersten Quartal 2021 entwickelt werden und die Erschließung in eineinhalb Jahren stehen: „Dann hoffen wir, dass wir die ersten Häuser bauen können.“

Gemeinderat von Konzept angetan

Das Konzept kam an, Stadträtin Ursula Pfeiffer sowie die Stadträte Dieter Selig und Rainer Gradinger äußerten Lob. „Reich werden Sie damit nicht“, kommentierte Bürgermeister Markus Keller.