Am 1. Januar 2021 jährt sich zum 50. Mal der Beginn der Eingemeindungen nach Blumberg. Acht Gemeinden kamen zu Blumberg, sieben davon freiwillig durch Mehrheitsbeschlüsse. Nur Fützen wurde zum 1. Januar 1975 zwangseingemeindet. Der SÜDKURIER wird in einer Serie über die acht Eingemeindungen berichten.

Die ersten drei Gemeinden

Die ersten drei Gemeinden gehörten ab 1. Januar 1971 zu Blumberg, es waren Epfenhofen, Kommingen und Nordhalden. Zum ersten April 1972 kamen dann die Gemeinden Achdorf, Hondingen, Riedböhringen und Riedöschingen dazu. Für die Verantwortlichen begann eine kommunalpolitische Herkules-Aufgabe, die sie so gut meisterten, dass man allen Beteiligten aus heutiger Sicht Respekt zollen kann. Entscheidungsträger waren die Blumberger Verwaltung mit dem Bürgermeister und der Gemeinderat, doch ebenso die neuen Ortsvorsteher und die neuen Ortschaftsräte. Noch heute fragt der Gemeinderat vor einer Entscheidung für einen Stadtteil nach dem Votum des Ortschaftsrats.

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Jede Eingemeindung wurde mit einem Vertrag besiegelt, in dem festgeschrieben war, was die Stadt Blumberg für den jeweils neuen Stadtteil tun wollte. Für Achdorf war dies unter anderem der Ausbau des Gampens, der Straße von Blumberg in das Achdorfer Tal, ein Thema, das wegen des Rutschgebiets bis heute aktuell ist.

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Zu den großen Leistungen, die Grundlage für die jeweils weitere Ortsentwicklung war, zählte die Abwasserbeseitigung. Jeder Ort hatte seine eigene Ortskanalisation, die Kanäle mussten zu einem System zusammengeführt werden, sonst hätten die Behörden keine Baugebiete mehr genehmigt. Ein Meilenstein war der Bau des Klärwerks Achdorf Ende der 1970er Jahre, es folgten 1993 das Klärwerk Fützen und Mitte der 1990er Jahre der Anschluss Nordhaldens an die Kläranlage der Stadt Tengen.

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Die Eingemeindung hatte auch Vorteile für die heutige Kernstadt: Erhielt sie dadurch doch den Aitrach-Wasserversorgungsverband, den die Gemeinden Hondingen, Riedböhringen, Riedöschingen, Fützen und Behla gegründet hatten.