Dass ein Bürgermeister zu einer Aktion der IG Metall vor ein Werkstor kommt und dort sogar zu den Beschäftigten des Unternehmens spricht, ist ungewöhnlich. Doch angesichts der Tatsache, dass die Aktion sich nicht gegen das Unternehmen richtete sondern gegen die Politik, die vielen Automobilzulieferern wie Tenneco in Blumberg das Leben schwer macht, war dies der richtige Schritt.

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Einen anderen Weg, als gemeinsam zu kämpfen, haben die Beteiligten nicht. Angesichts ihrer Achterbahnfahrt in letzter Zeit, ist es wichtig, ihnen den Rücken zu stärken. Denn nach der Auftragsflut 2018 wegen des Dieselskandals und der Corona-Delle 2020 brauchen die mehrere Tausend Beschäftigten in der Automobilindustrie allein in der Region eine Perspektive.

Die Elektromobilität hat ihre Tücken

Dass die von der Landesregierung proklamierte Elektromobilität ihre Tücken hat, weil dafür wieder mehr Strom produziert werden muss, geht bisher nicht nachhaltig in das Bewusstsein der Verantwortlichen. Für die Beschäftigten von Tenneco, die seit Frühjahr kurz arbeiten, wäre es hilfreich, wenn Alternativen wie Wasserstoff als Antriebsmittel zum Tragen kämen. Mit Beimischung von synthetischen Kraftstoffen könnte man auch künftig noch Verbrennungsmotoren nutzen.

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