Herbert Riegger steht hinter dem Nebengebäude des früheren Gasthauses Adler-Post und erklärt einem Passanten gerade, was es mit der dort abgestellten alten Heuspinne auf sich hat. Da überquert Nachbar Otmar Schaller die Straße, in den Händen trägt er eine Box mit alten Porsche- und Ferrari-Modellen. „Können Sie damit etwas anfangen?“, will er von Riegger wissen. Was für eine Frage. Natürlich. Irgendwo wird sich schon ein Plätzchen für die Spielsachen finden.

Sie bringen den Verkaufsraum der Moped- und Technikwelt Blumberg in Schuss (von links): Silvia Zähringer aus Villingen, Andrea und Rolf Jauch aus Brigachtal sowie Irina Riegger, die Frau von Museumsmacher Herbert Riegger.
Sie bringen den Verkaufsraum der Moped- und Technikwelt Blumberg in Schuss (von links): Silvia Zähringer aus Villingen, Andrea und Rolf Jauch aus Brigachtal sowie Irina Riegger, die Frau von Museumsmacher Herbert Riegger. | Bild: Niederberger, Holger

Eigentlich wollte Herbert Riegger schon längst Besucher durch sein Museum führen. Doch: „Ich gebe zu, ich habe mich etwas übernommen, der Zeitplan war zu ehrgeizig“, sagt der Sammler historischer Mopeds und alter Gebrauchsgüter. Einige Bekannte, die ihre Mithilfe versprachen, hätten ihn hängen lassen und dann warf ihn auch noch eine Krankheit zurück. „Das Museum wird aber eröffnet, kein Thema.“

Das könnte Sie auch interessieren

Der Ausstellungsraum eins ist fertig, der zweite wartet auf seine Vollendung. Dort wird es eine Miele-Sonderschau geben, auf dass jüngere Menschen erfahren, dass diese deutsche Firma nicht nur für Haushalts- und Gewerbegeräte steht, sondern einst eine viel größere Produktpalette hatte, zu der neben Mopeds und Fahrrädern auch Melk-und Hand-Buttermaschinen gehörten.

Herbert Riegger im Ausstellungsraum 1. Hinter ihm Stadtrat Werner Waimer aus Zollhaus.
Herbert Riegger im Ausstellungsraum 1. Hinter ihm Stadtrat Werner Waimer aus Zollhaus. | Bild: Niederberger, Holger

Auch die beiden einmal mietbaren Eventkeller liegen in den letzten Ausbauzügen. Der eine heißt Runkelkeller, weil dort einst Steckrüben gelagert waren. Der andere Schwemme, weil sich direkt gegenüber des Museums einst die Pferde-Schwemme (Waschplatz) von Zollhaus befand.